Kaffeeanbau in Deutschland

Es ist auf jeden Fall möglich, in Deutschland Kaffee selbst anzubauen. Doch sind die klimatischen Verhältnisse für eine erfolgreiche Ernte nicht so gut wie z. B. in afrikanischen und südamerikanischen Ländern. Deren feuchte und warme Luft ist optimal für Kaffeeanbau.

Was unter diesen natürlichen Bedingungen wachsen kann lässt sich in Deutschland nur mit großem Energieaufwand umsetzen. Der irgendwann einmal vielleicht entstehende Kaffee wird zu einem aboluten Luxusprodukt. Die in Deutschland täglich konsumierten Mengen an Kaffee lassen sich nicht einmal für den privaten Gebrauch kostengleich herstellen.

Eine Kaffeepflanze kann jedoch auch im heimischen Umfeld Früchte tragen

Mit der größten Aussicht auf Erfolg sind frische Bohnen der klassischen Kaffee-Sorten Arabica oder Robusta geeignet (Quelle). Aus fairem und ökologischem Handel sind diese nicht mit Pestiziden behandelt worden. Beim Öffnen der Bohnenverpackung entweicht ein typischer leicht säuerlicher Geruch. Dieser ist ein Zeichen von Frische und nicht von Verderblichkeit.

Um die frischen Bohnen zum Keimen zu bringen, wird eine Handvoll davon für mehrere Stunden in lauwarmes Wasser gelegt. Die gebrauchte Temperatur von etwa 25 - 30 °C halten Sie, wenn etwa über Nacht der Behälter auf der Heizung stehen kann. Auch eine mit dem entsprechend temperierten Wasser gefüllte Thermoskanne kann genutzt werden. Am nächsten Tag zeigen sich bereits die ersten Sprossen.

Die jetzt ausgebildeten Keimlinge müssen in frische und feuchte Erde gesetzt, leicht angedrückt, aber nicht bedeckt werden. Unter einer kleinen Haube, z. B. ein ausgespülter Joghurtbecher, kann das natürliche Klima noch besser simuliert werden. Während der Wartezeit auf das erste Grün (kann bis zu zwei Monate dauern) ist tägliche Kontrolle und regelmäßiges Besprühen mit Wasser empfehlenswert.

Sobald zwei Blätter sichtbar sind, kann die Bohne in einen größeren Topf umgesetzt werden. Die Grundpflanze zu einem erfolgreichen Kaffeeanbau ist vorhanden.

Geduld und gute Pflege führen langsam zum Erfolg

Es können Jahre vergehen, bis die sich entwickelnde Pflanze zum ersten Mal blüht. Steht sie in der Wohnung, braucht sie ein Fenster mit hellem Licht aber keine direkte Sonneneinstrahlung (Quelle).

Bereits die grünen Blätter der Pflanze mit ihren weißen Blüten bilden einen attraktiven Hingucker. Sollte es mit der Kaffeeernte nicht klappen, bleibt ein schöner Anblick und ein Duft, der schwach an Jasmin erinnert.

Im besten Fall entwickeln sich aus den Blüten Beeren, die nach ca. acht Monaten rot werden. Jetzt ist das Stadium erreicht, wo geerntet werden kann. In jeder Beere stecken zwei Kaffeebohnenhälften, die herausgelöst werden müssen. Das Beerenfleisch ist ein biologisches Abfallprodukt.

Sie haben nun die Wahl, ob die Bohnenhälften zur weiteren Vermehrung dienen sollen oder tatsächlich zu Kaffee geröstet werden.

Die selbst angebauten Kaffeebohnen rösten Sie natürlich auch selbst

Nehmen Sie einer Ihrer Pfannen und erhitzen diese auf etwa 200 °C bis 220 °C. Jetzt füllen Sie die Bohnen ein und rösten diese unter sehr gleichmäßigem Rühren. Nach etwa fünf bis zehn Minuten ist ein erstes Knacken zu hören.

Ab jetzt beginnt eine starke Rauchentwicklung in der Pfanne, so dass Sie besser ein Fenster öffnen. Nach weiteren 15 Minuten signalisiert weiteres Knacken den fertigen Röstvorgang. Kühlen Sie die Bohnen gut aus.

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