Nach 2012 endlich weieder ein Prinzenpaar
Jörg Smetek und Monika Moll regieren im Höhengebiet

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Mutscheid:

Nach 2012 wieder Prinzenpaar: Jörg Smetek und Monika Moll
Ex-Traumprinzenpaar Gaby II. (Schaffrath) (feierte am 11.11 Geburtstag) Ralf I. (Zalfen) Regentschaft nach sechs Jahren abgeben
Von Manfred Görgen
Bad Münstereifel-Mutscheid. Für Sauber- und Heiterkeit sorgte der erst zweijährige Junge Wellem in schmucker und noch viel zu großer Uniform. Der agile Sohn von Mutscheids Prinzenführer Jochen Schmitz jüngst im rappelvollen Saal und Gaststätte Prinz. Nach jedem Auftritt bei dem Konfetti mit im Spiel war, stand der kleine mit großem Besen parat. Räumte Schnipsel weg, damit keiner der Tanzgarden darauf ausrutschen konnten. Das lobte auch der Chef der Mutscheider Karnevalisten und Sprecher des Events „Elften im Elften“ Franz Schneider, der durch das mehrstündige Programm führte. Es war ein besonderer Tag in der Mutscheid: Wie vom Stammtisch aller Karnevalsvereine zuvor abgesprochen, fand diesmal aus besonderem Grund die „Zentrale Sessionseröffnung des „Stammtisch der Karnevalsvereine der Stadt Bad Münstereifel“ zum närrischen Auftakt mit dem 11.11. pünktlich um 11.11 Uhr im Saal der Gaststätte Prinz in Mutscheid statt. Dies passend mit der nun auch hochoffiziellen Proklamation des Mutscheider Prinzen Joerg I. Smetek. Der darf sich rühmen Prinz mit Kölschen Wurzeln und längst regierenden in der Session 2018/19 zu sein. Bereits beim Fischessen im Februar war er „die hann mich he evver och sechs Johr lang bekniet“, ohne Ornat proklamiert worden. Jetzt und damit hochoffiziell nahmen mit den Worten „Mann watt ess dat ne staatste Prinz“ nicht nur Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian, sondern mit Unterstützung des Bund Deutscher Karneval Vertreter Michael Dormagen und Dirk Jäckel vor. Alle (fast alle, denn nur die Prinzengarde Arloff-Kirspenich fehlte wegen eigener Sessionseröffnung und Jubiläen) Karnevalsvereine gestalteten durch ein abwechslungsreiches Programm die fulminante Sessionseröffnung mit. Unter anderem mit dabei: KG Iversheim, KG Erfttrabanten Schönau, die Löstige Breddemänn Nöthen, IG Kalkar, Fastelovends Jecke Houverath, Effelsberger Jecke, KV Roomedräje Eicherscheid, Romerdräje Eicherscheid, K.G. Rupperatzh, KG Mutscheid. Natürlich zählte an diesem Tag zum absoluten Höhepunkt die Proklamation von Prinz Joerg I. durch Michael Dormagen (BDK RSE) und Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian. Durch das Programm führte galant „Hausherr“ Franz Schneider von den Mutscheider Karnevalisten, der natürlich auch stolz darauf war „endlich wieder einen Prinzen“ (eigentlich nebst Prinzessin) präsentieren zu dürfen. Schon am Veilchendienstag barste beim Fischessen mit karnevalistischem Ausklang der Prinz-Saal wie jüngst fast aus allen Nähten. Die „gute Stube“ wurde ihrem Namen „Prinz“ wieder gerecht. Und von wegen wie einige aus Köln angereist sangen „Dat jitt et doch nur, nur bei uns en Kölle.“ Erklang am Sonntag nicht nur das Lied vom „Es war einmal, ein Treuer-Husar“ gespielt von den „Eifellandfunken“ Schönau-Mutscheid und „Ehmohl Prinz zu senn“, dass damals den Kölner Vicky Jungeburth als Prinz der Domstadt berühmt machte. Nun sorgt in „de Mötsched“ mit dem 52Jährigen Jörg Smetek ein waschechter Kölsche Jong für Furore. Im Februar noch mit Pauken und Trompeten als „Last Minute Prinz“ zum Narrenherrscher der Mutscheid für die Session 2018/19 gekürt, durfte er sich diesmal endlich auch im tollen Ornat präsentieren. Damit mit zum längst amtierenden Prinzen im gesamten Rheinland. „Ne Kölsche Jong“, geboren und groß geworden in Lindenthal. Vorbei damit die lange Prinzenlose Zeit, denn seit der Proklamation von Prinz Ralf (Zalfen) und Prinzessin Gaby (Schaffrath) vor sechs Jahren hatte sich keiner mehr getraut. Nach sechsjährigem Zureden (so lange lebt Smetek in der Eifel) ging es Anfang des Jahres letztlich alles überraschend schnell über die Bühne. So schnell, dass Prinzen-Freundin Monika Moll aus Bergheim-Ahe an der Erft noch nicht einmal Zeit hatte, als Prinzessin an der inoffiziellen Proklamation im Februar teilzunehmen. Sie arbeitet bei einem großen amerikanischen Unternehmen im Bereich Logistik und war kurzfristig nicht abkömmlich. Verständlich, denn die Entscheidung, diesmal Nägel mit Köpfen zu machen und für die längste Session überhaupt als Prinzenpaar aufzutreten, fiel erst nach ein paar Kölsch beim Funkentreffen am Weiberfastnachtstag am Tresen von Prinze Manni. Gab es kein Zurück mehr für den seit sechs Jahren nach einem Hauskauf im Ortsteil Sasserath lebenden Jörg Smetek und dessen ein Jahr ältere Freundin Monika Moll. Jörg Smetek gehört seit einigen Jahren als inaktives Mitglied den Eifellandfunken an. Wurde schon immer von seinen Freunden bekniet „Nu mach et doch ens.“ Jüngst wurde fast nur gelacht und waren die meisten erneut baff und erstaunt, wie der studierte Diplom Ingenieur und TÜV Fachmann sein Amt zum Auftakt am Elften im Elften meisterte. Jochen Schmitz darf als langjähriger Prinzenführer erneut seines Amtes walten. Dennoch und mit ein wenig Wehmut zeigte jüngst Ex-Kölner Jörg Smetek, dass er in der Lage ist, ein solches Amt für eine fast 400 tägige Regentschaft zu meistern. „Natürlich nur mit Monika.“ Doch die, die schon bei der Vorab-Proklamation wegen eines unaufschiebbaren Arbeitseinsatzes fehlte, musste auch jüngst „aber nur vorerst“ passen: Sie ist nach einem Klinikaufenthalt noch krank geschrieben und wartet auf ihren REHA-Bescheid. „Aber sobald ich das alles hinter mir habe, werde ich auch ich mein zuhause liegendes Kostüm anziehen und mitmachen“, so die ein wenig traurige Monika. Und auch Franz Schneider betonte aufmunternd: Dann proklamieren wir nochmals und mit Dir als Monika II..“ Und weiter: „ Und wenn wir Dich mit einer Abordnung in der Reha besuchen.“ Jörg Smetek, der viele Jahre in Kanada lebte, dort noch ein Haus besitzt, liebt die Eifel und ihre Menschen. „Hier geht es nur in einem Miteinander und das finde ich schön,“ sagte Jörg Semtek. mg Text und Fotos: Manfred Görgen

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