"De Roppede“ wollen es noch einmal wissen
Nach Jahren karnevalistischer Abstinenz wieder mit neuem Vorstand

Von Manfred Görgen

Bad Münstereifel-Rupperath. Von wegen nach einem Satz aus einem der bekannten Comic Heftchen Asterix & Oeblix: „Die Spinnen doch.“ Gemeint waren damit zu jener Zeit bunt illustriert die Römer. Dass aber auch in Rupperath in anderem sprichwörtlichem Sinne jahrzehntelang gesponnen wurde und das Dorf nicht nur als Eifelort mit Webstühlen und mehr bekannt wurde, ist auch klar. Auch ist klar, dass es eine Schar von alteingesessenen Rupperather - aber auch Zugezogene und sich seit Jahren im ehemaligen Handweberdorf wohlfühlende – es gerne bunt haben. Gemeint ist damit die fünfte Jahreszeit, die leider, so rückblickend Sonja Häger, nicht mehr bunt, sondern eher in den Farben trist war. Der komplette Karneval war in dem einst immer so für Stimmung und guten Zulauf sorgenden Dörfchen regelrecht zum Erliegen gekommen. Und als vor ein paar Jahren Sonja Häger spürte, das mehrere der früheren Gefolgschaft ihr nicht mehr so treu zur Seite standen wie früher, zog sie - auch schon aus finanzieller Hinsicht - nicht nur als 1. Vorsitzende und sie in diesen Dingen unterstützender Mann Jürgen nicht mehr allein zu stemmen waren, die Reißleine. Wurde die K.G sogar abgemeldet und lag das närrische Treiben seitdem sozusagen auf Eis.
Doch kürzlich besannen sich Sonja Häger und Ehemann Jürgen und kamen zu dem Entschluss, so Sonja Häger: „So kann und darf es nicht weitergehen. Es muss doch möglich sein, auch in schwierigen Fahrwasser zumindest ein kleines Schiff mit Kapitän und Besatzung an Bord mit einem lauten Ahoi auf die Reise zu schicken.“ Naja, Ahoi wird auch in nächster Zeit nicht der Schlachtruf der „Roppede“ werden. Dafür soll aber schon im kommenden Jahr erstmals wieder nach Jahren ohne närrisches Treiben wieder die Schlachtrufe „Alaaf“ durch die Straßen des früheren Handweberdorfes erschallen.
Und wenn es nach einer Neugründung mit bis hin zur offiziellen Anmeldung ins Vereinsregister beim Amtsgericht in Euskirchen als „K.G Rupperath“ mit Erster Vorsitzenden Sonja Häger, noch nicht zu einer Sitzung wie in früheren Jahren kommen wird, sind sich alle nun neu in den Vorstand gewählten und die übrigen K.G-Mitglieder darin einig: „Ne Zoch moß ävver wedde durch Ropped jonn.“
Nach mehreren Jahren totaler Abstinenz, möchten der Vorstand und dessen nun wieder stetig anwachsende Mitgliederschar wieder mit der neuen Karnevalsgesellschaft Rupperath durchstarten. Dies nach dem vielsagenden Motto : ``Wir leben noch´´. Darin waren sich alle bei der kürzlich stattgefundenen Jahreshauptversammlung einig. Im Verlauf dieser Versammlung wurde auch besprochen, dass wieder wie in den zahlreichen Jahren zuvor, mal wieder ein Karnevalsumzug stattfinden soll. Als festen Termin wurde bereits – wie auch in früheren Jahren – ein Samstag festgelegt. Im kommenden Jahr wird der Zug deshalb am Samstag 2. März 2019 wieder durch Rupperather Straßen ziehen.
Die nun zur ersten Vorsitzenden gewählte Sonja Häger - die mit ihrem Mann auch schon als Regenten glänzten – damals aber auch ungewollt für Negativschlagzeilen sorgten, weil sie es sich erlaubt hatten mit Freunden im Ornat Karneval im Sommer zu feiern. “Wir hoffen nun aber auch auf tatkräftige, gute Unterstützung aus dem Dorf, den Nachbar-Dörfern sowie aller Vereine. Nur so und mit deren Mithilfe wird es uns möglich sein, dass Brauchtum auch in den kommenden Jahren nicht nur wiederzubeleben, sondern auch aufrecht zu erhalten.“
Der nun nach Jahren des karnevalistischen Stillstands neu gewählte Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: 1.Vorsitzender Sonja Häger, 2.Vorsitzender Sonja Janich, Schatzmeister Harald Bertsch und Schriftführer Jürgen Häger. mg

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