Zwei Tage „Ramba-Zamba“ im Münstereifeler Höhengebiet
Nach vielen Jahren ohne Prinz & Co gibt es in Houverath neue Tollitäten

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Nach vielen Jahren ohne Prinz & Co gibt es in Houverath neue Tollitäten

Jüngst wurde ein weibliches Dreigestirn offiziell vorgestellt / Es kommt aus Houverath, Wald und Schönau / Oktoberfest und Showtanzabend / Erhalt der Mehrzweckhalle mit großer Unterstützung aller Vereine verlief gut

Von Manfred Görgen

Bad Münstereifel-Houverath/Wald/Schönau. „Wir sind schon lange sehr gute Freunde und werden das auch bleiben.“ So die einstimmige Aussage von drei agilen Frauen, die aus drei verschiedenen Orten stammen, sich schon sehr lange kennen und schätzen. In Kürze werden die drei den Start wagen, als fesches Dreigestirn nicht nur die Narren des Höhengebietes zu erobern. Das ihnen das auf Anhieb - wenn auch jüngst bei der offiziellen Vorstellung noch mit etwas Lampenfieber  - gelingen wird, dürften keine Zweifel bestehen: Erstens sehen alle drei verdammt gut aus, hat jeder auf seine Art entsprechendes Temperament und sind die drei in vielfältiger Form seit vielen Jahren eng mit dem Karneval verbunden: Silvia Pietsch (Prinz) aus Schönau, Marlies Düssdorf (Bauer) aus Houverath und Janine Mauel (Jungfrau) aus Wald.

Die drei Frauen haben unter anderem auch schon reichlich Erfahrungen in Sachen Karneval gemacht. Ob  als Bauer oder Jungfrau zu repräsentieren. Ebenso, was es heißt in einem Karnevalsverein mit an vorderster Front zu stehen und die Geschicke eines Vereins zu leiten. Hat das Trio aber auf alle Fälle eins gemeinsam: „Spaß an der Freude, sich in den Vereinsleben zu engagieren und mitzuhelfen die Jugend zu fördern.“ So auch Marlies Düssdorf, die vor Jahren schon mit ihrem Mann und ehemaligen Präsidenten der Houverather Fastelovensjecke Frank Düssdorf, als Prinzenpaar regierte.

Ebenso die Wälderin Janine Mauel, die vor zig Jahren schon Prinzessin in Rupperath war. Und auch die in Schönau beheimatete Silvia Pietsch, deren Sohn Präsident bei den Schönauer Erttrabanten ist, kann in Sachen Karneval regieren und Regie führen.

Und so gab es am vergangenen Wochenende die große Überraschung zuerst beim fulminanten Showtanzabend und am nächsten Tag in der ebenfalls stark gefüllten Mehrzweckhalle gleich mehrfachen Grund zum Jubeln.

Angefangen hat das zweitätige „Rama-Zamba“ Fest am Samstag anlässlich des Auftaktes des Oktoberfestes mit einem Showtanzabend unter der Regie der Houverather Fastelovensjecke. Diese Veranstaltung hatte in den zurückliegenden Jahren stets unter der Regie der fantastisch mit ihren Tänzen aus Showtanz und Musical brillierenden Hochthürmer Frauen gestanden. Doch diese haben sich, so die ehemaligen langjährigen Mittänzerinnen (nun als Präsidentin und Vizepräsidentin der Houverather Fastelovensjecke agierend) Marina Schmitz und Romana Koll komplett nach 20Jähriger Bühnenpräsenz aufgelöst. Dazu Ramona Koll: „Wir haben in den Jahren sehr viel Spaß und große Erfolge bei Turnieren gehabt und fördern nun auch den Nachwuchs, um den es uns erfreulicherweise in den kommenden Jahren nicht bange sein muss.“

Das freut auch Präsidentin Marina, die in Kürze ihren ersten Nachwuchs erwartet. Einen Sohn, der durchaus, so die werdende Mama, in ein paar Jahren als Tänzer mit auf der Bühne stehen könnte. Auch die männliche Jugend habe beim Verein eine große Chance mitzumachen. So gaben sich am Samstagabend immerhin 23 Tanzgruppen nicht nur aus dem Raum Bad Münstereifel, regelrecht die Klinke in die Hand. Hatten einige Gruppen Mühe einen Parkplatz in der Nähe zu finden. Präsentierten sich wie auch am darauffolgenden Tag nicht nur die Jüngsten Houverather Fünkchen mit einem Premierauftritt und zum Finale nach Mitternacht die mehrfachen deutschen Meister aus Euskirchen-Billig mit High Energy.

Für zünftige Oktoberfeststimmung sorgten am Sonntag mehrere Stunden die Eifeldombläser unter der musikalischen Leitung von Stefan Frings. Zwischendurch führt Rolf Kunze vom Betreiberverein auch im Beisein von Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian durch das Programm. Stellte Kunze dabei heraus, wie wichtig solche Feste nicht nur für den dörflichen Unterhaltungswert der zahlreich in die Halle strömenden Menschen sei, sondern hauptsächlich um Erhalt und Nutzung der Halle weiterhin zu gewährleisten.

Das scheint diesmal gut gelungen, denn im Gegensatz zu Vorjahren, strömten wesentlich mehr Menschen in die Mehrzweckhalle. Vielleicht mit ein Beitrag zur Geselligkeit, denn unter anderem konnten auch zahlreiche Neubürger willkommen geheißen werden. Packten Vertreter aller dörflichen Vereine mit an, um den Erhalt und die Nutzung der Halle zu gewährleisten. Gab es unter anderem leckere Haxen mit Sauerkraut und am Nachmittag Kaffee und Kuchen. 

Für die Kinder sorgte ein Zauberer zwischendurch mit reichlich „Hokusbokus“ für Unterhaltung und staunende Augen. Am Abend gingen zahlreiche Menschen mit größeren und kleineren Gewinnen dank einer Tombola nach Hause.

Für die Krönung sorgte zuvor mit passend einspielender Musik von DJ Eich, die Ansage von einem neuen Dreigestirn. Ganz in schwarz gekleidet und auf dem Rückteil ihrer Blusen die Schriftzüge erkennend, wer nun welche Rolle in der kommenden Session übernimmt, marschierte das designierte Dreigestirn mit Silvia Pietsch, Marlies Düssdorf und Janine Mauel auf die Bühne. Ließen sich von K.G. Vizepräsidentin Ramona Koll offiziell vorstellen.

Und weil bereits am zweiten Wochenende im November in der Region schon reichlich Karneval gefeiert wird, haben sich K.G und Dreigestirn darauf verständigt, die Proklamation am Sonntag, 10.November vorzunehmen. Die wird mit in den Händen von Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian liegen, die den drei Frauen die Insignien zur Narrenherrschaft überreichen wird. Die Proklamation ist standesgemäß um 11.11 Uhr angesetzt. Text/Fotos: Manfred Görgen / MaGö



Autor:

Manfred Görgen aus Bad Münstereifel

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