Rechtzeitig zur dunklen Jahreszeit erstrahlte jüngst der „Eifeldom“ von St. Thomas
Strahlend „St. Martin“ mit Pferd, Helm, Römerschwert in Begleitung der Eifeldombläser / „Martin“ stammt aus Maulbach und heißt mit bürgerlichen Namen Wendelin Rummel

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Rechtzeitig zur dunklen Jahreszeit erstrahlte jüngst der „Eifeldom“ von St. Thomas

Strahlend „St. Martin“ mit Pferd, Helm, Römerschwert in Begleitung der Eifeldombläser / „Martin“ stammt aus Maulbach und heißt mit bürgerlichen Namen Wendelin Rummel

Von Manfred Görgen

Bad Münstereifel-Houverath. Ganze Arbeit haben zahlreiche Bürger in den vergangenen Wochen und Monaten mit Vertretern des Kirchenvorstandes um Hermann-Josef Schulz und Hans Josef Nolden vollbracht. Nicht nur mit aufwendiger Schaffung einer großen Parkfläche entlang der Eifeldomstraße, um Gefahren wegen verbotswidrig auf Bürgersteigparkende Autos zu vermeiden. In schweißtreibenden Eigenleistungen wurden rund um die Kirche auch Bäume und Sträucher abgeholzt und zum Martinsfeuer transportiert.

Der Clou, eine totale Bereicherung und optische Aufwertung des Ortes - auch wenn es einem nörgelnden und direkten Nachbar der Kirche an der Pfarrer-Alertz Straße wegen angeblich störenden Lichteinfall in dessen Schlafzimmer nicht gut gefällt: Die nicht nur von Houverather und Bewohner umliegender sechs Pfarrgemeindedörfer beliebte Kirche „Eifeldom“ erstrahlt nun im wunderschönen warmen abendlichen Glanz.

Möglich gemacht wurde dies in Eigenregie mit dem Gießen von vier Betonblöcken. Dem Verlegen von Stromkabel in der Erde und Installation von starken Lichtstrahler. Um die anfallenden Kosten gering zu halten, wurden LED Lampen in Absprache mit dem Zülpicher Architekten Max Ernst installiert.

Auch rechtzeitig zum traditionellen Martinszug, erstrahlten jüngst nicht nur zahlreiche Laternen von Kindern, sondern erstrahlt nun auch jeden Abend mit Einbruch der Dunkelheit für ein paar Stunden die große Kirche. Die angestrahlte Kirche ist aus bestimmten Richtungen kommend, zum Teil schon Kilometer weit zu sehen.

Seit Tagen sah man Jungen und Mädchen mit bunten und teils selbst gebastelten Laternen umherziehen. Erinnern die Katholiken an den Heiligen St. Martin. Einst römischer Soldat, der im Winter seinen Mantel teilte, um einen Bettel vor dem Erfrieren zu retten. Später wurde der Mann Bischof, kümmerte sich um arme Menschen und wurde nach seinem Tod Heilig gesprochen. Laut Überlieferung soll er am 11. November beerdigt worden sein. Zogen früher die Menschen mit Fackeln zu dessen Grab, sind es heutzutage die bunten Umzüge. Die evangelischen Christen feiern am 11.11. Martin Luther der mit Gründung der evangelischen Kirche eine wichtige Rolle spielte.

Auch im Eifeldörfchen Houverath ging jüngst ein bunter Zug abgesichert durch die Freiwillige Feuerwehr durch den Ort. Hoch zu Ross mit dem heiligen Martin alias Wendelin Rummel aus Maulbach, der schon vor Jahren zugesagt hatte mit seinem Vierbeiner Gipsy zur Erhaltung der Tradition und Freude von Kindern nicht nur aus Houverath und den übrigen sechs Houverather Kirchendörfer in den Jahren dabei zu sein.

Zuvor hatte im Beisein vom „richtigen St. Martin“ in der Kirche unter Leitung von Schwester Roswitha eine kleine Andacht stattgefunden. Wurde eine St. Martin Szene von Jugendlichen in Kostümen nachgeahmt. War jüngst aber auch wieder der gute Wendelin und Ehefrau Eva dabei, die ihren St. Martin (Mann) nebst Pferd aus Sicherheitsgründen zu Fuß begleitete.

St. Martin aus Maulbach nach dem Abrennen des großen Feuers dafür sorgte, dass einige hundert Jungen und Mädchen aus der Region sich natürlich auch den begehrten „Weckmann“ sichern durften. Nach dem Zug durch das Dorf und zum großen Feuer, gab es eine lange Schlange vor dem Feuerwehrgerätehaus, wo die „Weckmänner“ verteilt und von einigen hungrigen Mäulern auch direkt verzehrt wurden. Gab es für einen guten Zweck reichlich Punsch und Glühwein am eigens aufgebauten Stand des DRK-Teams. Für musikalische Unterstützung sorgten die Eifeldombläser im Zug und danach vor dem Feuerwehrrätehaus. mg

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