Sagenhaft: Spende für Bad Münstereifeler Flutopfer in Höhe einer Viertel-Million Euro
Vermutlich bislang größte Spenden-Aktion der Fahrradbranche / Leider kommen nicht alle Spendengelder der Post an

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Von Manfred Görgen

Bad Münstereifel/Köln. Wenn das nicht mal eine überwältigende und beispielhaft „rollende“ Spendenaktion war: Eine 250 000 Euro Spende vorrangig für die Flutopfer und Wideraufbau der einst so wunderschönen mittelalterlichen Kurstadt Bad Münstereifel!!!!!!

Endlich mal nach den seit Wochen „vielfach wegen den größten Nöten der Betroffene zu lesenden traurig stimmenden Berichten“ ein großes Zeichen von mehr als nur gefühlter Solidarität.

Zu einer richtigen Zeit, auch der vielen betroffen Menschen der Flutnacht gerade jetzt. Wo diese inzwischen zwar mit vielen Sachen des täglichen Leben überwiegend gut versorgt sind, es jetzt bei jedem aber auch auf die „wirklich direkte finanzielle Hilfe  und damit jedeen Cent ankommt.“

Und diese direkte finanzielle Hilfe vermissen zahlreiche bis heute.

Denn während sich viele Menschen bis heute fragen, wo denn bislang die Millionen Euros an Spendergelder nach den Spendenaufrufen der großen Fernsehender und anderen bis dato geblieben sind, gibt es auch Menschen, die sofort und unbürokratisch handeln.

Wie diese aus der Fahrradbranche - um wirklich ein großes und gutes Beispiel zu nennen - die den Lenker in die Hand nehmen, sich wahrlich auf den Sattel schwingen und Initiative zeigen.

Dies erfreulicherweise und natürlich ohne große Umwege zu machen, direkt vor Ort.

Am Beispiel Bad Münstereifel zeigend: Die finanzielle Hilfe direkt am roten Rathaus bei der völlig überraschten und mit Tränen in den Augen vor Freude gerührten Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian „anrollte“.

In Form eines 250 000 Euro Scheck!!!!!, der nun den verantwortlich der Bürgerstiftung treuhänderisch und mit einem gezielten und nachvollziehbaren Verteilungsschlüssel an die Opfer der Flut verteilt werden soll. Somit dürfte dieser Betrag wahrscheinlich die bislang größte Spenden-Aktion der Fahrradbranche sein. Auf alle Fälle bis heute die mit abstand größte Spende für die Münstereifeler Flutopfer. 

Aber egal wie hoch die Spenden sind, jeder Euro ist willkommen, bitter nötig und kommt ohne einen Cent Abzug in vollem Umfang den Betroffenen zugute.

Somit unbürokratische und direkte Hilfe für die von der Flut betroffenen Familien in Bad Münstereifel

Die ZEG sammelte gemeinsam mit ihren Fahrrad- Fachhändlern und Partnern die sagenhaft große Summe von einer viertel Million Euro ein.

Auf dem Foto bei der Scheckübergabe zu sehen:

Sabine Preiser-Marian, Bürgermeisterin der Stadt Bad Münstereifel (links)
Georg Honkomp, Vorstandsvorsitzender ZEG (mitte)
Anne Reiter, Inhaberin BIKE REITER (rechts)

Den Anfang dieser  - gerne auch nachahmenswert für andere Branchen, ob Industrie, freie Berufe wie Künstler, damit alle Menschen, die sich Bad Münstereifel und dessen Bürger auch mit Herz verbunden fühlen - beispielhafte Aktion, machte eine eigentlich zuvor "simple" Radtour:

Als Georg Honkomp, Vorstandsvorsitzender der ZEG, der größten Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft Europas, mit seinen drei Söhnen ins Allgäu aufbrach, gingen die schrecklichen Bilder der Flutkatastrophe an Ahr und Erft durch die Medien. Blieben diese Bilder auch bei ihm und seinen Söhnen fest im Gedächtnis haften.

Entstand so die Idee, die viertägige Tour zum Spenden-Marathon zu machen: Aus ZEG-Mitteln wurden 100 Euro pro gefahrenen Kilometer gestiftet, dazu wurde die „ZEG-Familie“, bestehend aus Fahrrad-Fachhändlern, Lieferanten und Partnern aus der Zweiradbranche zum Mitmachen animiert mit dem Ziel, insgesamt 100.000 Euro aufzubringen. Das es wesentlich mehr werden würde, ahnte zu diesem Zeitpunkt niemand.

Auch die Empfänger der Spenden waren schnell ausgemacht:
Die Familien des stark betroffenen Fachwerkstädtchens Bad Münstereifel an der Erft, Heimat von Hans Krämer, einer der Gründer der ZEG.

Wie viele Menschen die ZEG mit ihrem Spendenaufruf für die betroffenen Familien erreichen konnte, zeigte sich jüngst bei der Übergabe eines symbolischen Schecks an Sabine Preiser-Marian, Bürgermeisterin von Bad Münstereifel.

Ausgestellt auf die stolze Summe von einer viertel Million Euro.

ZEG-Chef Georg Honkomp, der den Scheck gemeinsam mit Anne Reiter, Inhaberin des ZEG-Zweirad-Fachgeschäftes BIKE REITER im nahen Erftstadt, überreichte, konnte seine Freude über die große Summe nicht unterdrücken.

„Es erfüllt mich mit großer Dankbarkeit, wie viele Mitgliedsbetriebe und Partner der ZEG wir mit unserem Spendenaufruf erreichet haben. Mein Dank gilt allen, die etwas zu diesem großen Beitrag beigesteuert haben,“ so Georg Honkomp.

Anne Reiter, ZEG-Fachgeschäft BIKE REITER: „Stellvertretend für alle ZEG-Fachgeschäfte berührt es mich sehr, dass wir durch unsere große Gemeinschaft und unseren familiären Zusammenhalt, den betroffenen Familien in Bad Münstereifel einen Teil zurückgeben können.“

Besonders Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian zeigte sich glücklich und überwältigt über die unverhoffte Hilfe für die betroffenen Familien in ihrer Stadt:

„Wir sind in der Tat überwältigt von der Spendenbereitschaft der ZEG, deren Mitgliedsbetriebe und Partner. Im Namen der betroffenen Familien aus Bad Münstereifel bedanke ich mich zutiefst gerührt bei allen Spendern.“

Wie schön wäre es nun, wenn sich weitere Branchen wie die in Köln ansässigen ZEG Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft, daran ein Beispiel nehmen würden, so auch vom Vorstand Vorsitzender Georg Honkomp, Egbert Hageböck, Fred Schierenbeck und Aufsichtsratsvorsitzender Hans-Peter Durach.

Marketingleiter Franz Tepe über die ZEG:

Die ZEG Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft eG in Köln ist mit über 1000 angeschlossenen Mitgliedsfirmen Europas größter Zweirad-Fachhandelsverband und erwirtschaftete 2020 einen Umsatz von über einer Milliarde Euro. Sie vertreibt die bekannten Exklusivmarken PEGASUS, BULLS und ZEMO. Neben Deutschland ist die ZEG mit ihren Mitgliedern europaweit (Niederlande, Belgien, Österreich, Frankreich, Italien, Schweiz, Polen, Litauen, Lettland, Estland) und mit ihren Handelspartnern weltweit vertreten. www.zeg.de

Dreister Dieb bei der Post entwendete 50 Euro Schein

Dass leider nicht alle Spendengelder ihr angestrebtes Ziel erreichen, somit dort ankommen, wie eigentlich gewünscht, zeigte jüngst auch ein trauriges und mit bloßem Menschenverstand nicht nachvollziehbares  Beispiel und Diebstahl, an der jemand bei der Post beteiligt gewesen sein muss.

Nach einem gezielten Spendenaufruf für mehrere betroffene Familien wurde im mehrere hundert Kilometer von Bad Münstereifel entfernten Geislingen der Ruf erhört und ein Brief mit ein paar netten Zeilen und einem 50 Euro Schein an eine Freundin auf die Reise geschickt.

Der Brief kam an, allerdings war seitlich vom Brief die Lasche geöffnet worden und der Geldschein entwendet. Was für ein mieses Tun.

Irgendwo im Verteilerzentrum der Post zwischen 72351 Geislingen und 53902 Bad Münstereifel scheint jemand eine "Spürnase" für Geld gehabt zu haben. Ärgerlich und traurig, aber nun passiert.

Aber auch nun endlich und für immer schlauer geworden und wissend: Dass man kein Geld per Brief - und dann auch noch unversichert - verschicken sollte. 

Festhalten möchten wir (meine Frau und ich) an dieser Stelle aber ausdrücklich:

Dass wir nicht nur unsere beiden vor Ort bestens bekannten Postboten/in in Schutz nehmen. Ihnen um Himmelswillen nicht im geringsten unterstellen  - die Hand für sie und andere in Bad Münstereifel gerne ins Feuer legen würden und sie damit davon freisprechen, dass sie so etwas unmenschliches tun würden.

Dies, um keinen falschen Eindruck zu erwecken. Alles andere liegt und bleibt dubios irgendwo zwischen Geislingen und Bad Münstereifel.

Bleibt zu hoffen, dass der Dieb bei der Post keine Freude an den gestohlenen 50 Euro haben wird. Hoffentlich aber auch einmal diese Zerilen liest und sich dessen bewusst wird, dass es Mernschen gibt die diesen Betrag bitter nötig gehabt hätten.  

mg/MaGö

Autor:

Manfred Görgen aus Bad Münstereifel

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