Nach 12 Jahren Prinzenloser Zeit in Houverath endlich wieder Tollitäten
Weibliches Dreigestirn proklamiert - Die „Mädels“ kommen aus Houverath, Wald und Schönau – Gemeinsame Sessions-Eröffnung aller städtischen Karnevalsvereine

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Nach 12 Jahren Prinzenloser Zeit in
Houverath endlich wieder Tollitäten

Weibliches Dreigestirn proklamiert - Die „Mädels“ kommen aus Houverath, Wald und Schönau – Gemeinsame Sessions-Eröffnung aller städtischen Karnevalsvereine

Von Manfred Görgen

Bad Münstereifel-Houverath/Wald/Schönau. Der Ehrenpräsident der Houverather Fastelovensjecke Wolfgang Lanzerath brachte es gezielt auf den Punkt: „Am Schönsten ess et, wenn et Schön ess.“

Und weiter: „He es et höck schön und ihr drei seid schön.“ Gemeint die neuen Tollitäten, auf die sich die komplette Narrenschar so sehr gefreut hatte.

Zwei Dutzend Jahre alt ist der Verein, gab es allerdings seit 12 Jahren keine Tolltitäten mehr. Verständlich, dass jetzt die Freude umso größer war, endlich wieder proklamieren zu können.

„Wir sind gute Freundinnen.“ So die einstimmige Aussage von drei agilen Frauen, die aus drei verschiedenen Orten stammen und sich schon lange kennen. Sie eroberten jüngst als fesches Dreigestirn die Narren des Höhengebietes. Das ihnen das auf Anhieb gelingen würde, daran hatte auch der im Karneval sich auskennende Wolfgang Pietsch nie zu zweifeln gewagt. Erstens sehen alle drei gut aus, hat jeder auf seine Art entsprechendes Temperament und sind alle in vielfältiger Form seit Jahren eng mit dem Karneval verbunden:

Silvia Pietsch (Prinz) aus Schönau, Marlies Düssdorf (Bauer) aus Houverath und Janine Mauel (Jungfrau) aus Wald.

Mit Pauken und Trompeten wurden sie nach den ersten Aufrufen von Houveraths Vize-Präsidentin Ramona Koll mit einem dreifachen Alaaf von den Eifellandfunken Mutscheid-Schönau in die volle Mehrzweckhalle geleitet. Und das den Musikern schließlich der Schweiß in Strömen von der Stirn floss, hatte einen plausiblen Grund: Immerhin gut elf Minuten dauerte das Hereinspielen der drei neuen Majestäten, die sich nur mühsam ihren Weg zur Bühne bahnen konnten.

Genossen alle drei aber den überwältigen Empfang. Wurden danach von Ehrenpräsident Wolfgang Lanzerath mit galanten Worten einzeln vorgestellt, bevor es dann Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian vorbehalten war, das Dreigestirn mit Zepter, Schlegel und Spiegel offiziell in Amt und Würden zu hieven. Von den beiden Vertretern des BDK gab es den Prinzenorden.

Die drei Frauen haben schon reichlich Erfahrungen in Sachen Karneval. Egal ob als Bauer oder Jungfrau zu repräsentieren gewonnen. Ebenso, was es heißt in einem Karnevalsverein mit an vorderster Front zu stehen und die Geschicke eines Vereins zu leiten.

Das Trio hat eins gemeinsam: „Spaß an der Freude, sich im Vereinsleben zu engagieren und mitzuhelfen die Jugend zu fördern." So auch die Houvewratherin Marlies Düssdorf, die vor Jahren schon mit ihrem Mann und ehemaligen Präsidenten der Houverather Fastelovensjecke Frank Düssdorf, als Prinzenpaar regierte.

Ebenso die Wälderin Janine Mauel, die als junges Mädchen schon Prinzessin in Rupperath war. Und auch die in Schönau beheimatete Silvia Pietsch, deren Sohn Präsident bei den Schönauer Erttrabanten ist, kann in Sachen Karneval regieren und Regie führen. Ging für sie nun endlich, auch dank des sie tatkräftig unterstützenden Mannes Wolfgang, ein Kindheitstraum in Erfüllung.

Gab es am vergangenen Wochenende die große Überraschung zuerst allerdings beim Abdanken des alten Dreigestirns, das, weil sich bis dato keine Nachfolger fanden, immerhin zwölf Jahre offizielle Amtszeit nachweisen konnten.

Jetzt auch auf die Bühne gebeten und für ihr Engagement gelobt wurden. Das waren Hans Peter Lohaus, Walter Paffenholz und Helmut Lanzerath. Und weil dieser Tag nicht nur für die K.G Houverather Fastelovensjecke, sondern auch für alle Münstereifeler Gesellschaften ein gemeinsamer und zentraler Sessions-Auftakt war, gab es im Laufe des karnevalistischen Tages mehrfachen Grund zum Jubeln.

Präsentierten sich nicht nur die kleinen und großen Garden der Houverather Gesellschaft, sondern auch die der zahlreich erschienenen befreundeten Vereine. Es fehlten auf der Bühne die großen Hochthürmer Funken, die sich, so die ehemaligen langjährigen Mittänzerinnen (und nun als Präsidentin und Vizepräsidentin der Houverather Fastelovensjecke agierend) Marina Schmitz und Romana Koll komplett nach 20Jähriger Bühnenpräsenz aufgelöst haben. Dazu Ramona Koll: „Wir haben in den Jahren sehr viel Spaß und große Erfolge bei Turnieren gehabt und fördern nun auch den Nachwuchs, um den es uns erfreulicherweise in den kommenden Jahren nicht bange sein muss.“

Gaben sich auch jüngst nicht nur viele Garden beim gemeinsamen Sessions-Auftakt die Klinke in die Hand. Präsentierten sich stolz nicht nur die Jüngsten Houverather Fünkchen. Die gemeinsame Sessions-Eröffnung mit Proklamation des Dreigestirns war standesgemäß um 11.11 Uhr angesetzt worden. Allein die sich anschließende Proklamation dauerte über eine - allerdings sehr schöne kurzweilige - Stunde.

Zum Gelingen des närrischen Tages trugen unter anderem neben dem sich auch singend präsentierenden neuen Dreigestirn, die Jungen Trompeter, Girls und Fründe Garde, Kids Showtanz, die K.G Iversheim mit neuen Prinzenpaar, die IGK Kalkar mit Männerballett, die K.G Mutscheid unter anderem mit „No Limits“, die Effelsberje Jecke mit Funken, die Erfttrabanten mit drei Tanzgruppen und Prinz Martin, sowie zahlreiche Gesellschaften außerhalb des Stadtgebietes bei.
Fotos und Text: Manfred Görgen / mag / mg / MaGö

Autor:

Manfred Görgen aus Bad Münstereifel

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