Gelungene Dorfsitzung bei der nicht nur zahlreiche Tänzerinnen herausragten
Zu Ehren von Prinz Walter II. (Bauerfeind) zog sogar die Kölner Prinzengarde in den Saal ein

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Gelungene Dorfsitzung bei der nicht nur
zahlreiche Tänzerinnen herausragten

Zu Ehren von Prinz Walter II. (Bauerfeind) zog sogar die Kölner Prinzengarde in den Saal ein

Von Manfred Görgen

Bad Münstereifel-Iversheim. „Hundertfuffzisch Mann, on de Fahn föhre draan und die Musik fäng mem Schneewalzer ahn“: Ja, auch so durfte nach dem Lied der Kölner „Bläck Fööss“ unter anderem im bis auf den letzten Platz besetzten Dorfsaal in Iversheim gesungen werden. Naja, es waren schon etwas weniger als 150 Männer und Frauen, die als Prinzengarde aus der Domstadt Köln, Saal und Bühne in der Eifel eroberten: Aber was die in ihren schmucken Uniformen 120 Männer und Frauen der traditionsreichen Prinzengarde Köln erstmal im kleinen Eifeldörfchen aufboten, war imposant und kaum zu toppen. Und weil auf der Bühne für so viele Menschen nicht genügend Platz war, verteilten sich einige im Seitenteil und am Notausgang. Damit erstmals in der seit Wochen bis auf den letzten Platz ausverkauften Dorfsitzung der Iversheimer Karnevalisten.

Es waren keine 150 Personen, aber immerhin 120 Männer und Frauen der Kölner Prinzengarde mit viel Musik und Tanz, die zu Ehren des zum zweiten Mal als Prinz amtierenden Walter Bauerfeind „im kleinen Gürzenich“ sich die Ehre gaben. Da sah man selbst einem sonst nicht auf den Mund gefallenen Walter Bauerfeind an, dass er bei diesem vor allem ihm zu Ehren gebotenen pompösen Einzug vor der Tür schon ein wenig sprachlos und etwas blass wirkte. Doch nur für wenige Minuten, denn als alle mit entsprechenden Klängen in den Saal einzogen, den Iversheimer Prinzen mit im Schlepptau, war auch Walter II. in seinem Element. Warf lächelnd, aber auch mit konzentrierter Miene Strüßche und begeisterte sogar als Sänger.

„Wenn dat noch meng Mam hätt erlöve könnne,“ sagte der am 1.Weihnachtstag im vorigen Jahr 53 Jahre alt gewordene Junggeselle und Prinz Walter schon vorab während der Wartezeit im Kölner Hof. Fügte aber auch hinzu, dass sein „Chef“, Vater Johann Bauerfeind, auf ihn stolz sei. Und zu dessen 88.Geburtstag werde er diesen in Kürze im Seniorenheim Otterbach mit einigen Gefolgsleuten und natürlich im vollen Ornat besuchen. „Dann jitt et zur Feier des Tages für menge Pap und die Löck, ne jrohße Kooche met veel Cremeschnittche.“

War es besonders für die im Saal sich nicht mehr auf den Bänken haltenden ein imposantes Bild, für das Prinz Walter selbst beigetragen hatte, denn die Kölner Prinzengarde wurde aus seiner Tasche bezahlt und hatte Sitzungspräsident Uwe Roggendorf schon lange im Vorfeld alles auch mit diesem für viele unvergesslichen Programmpunkt geregelt. Spielte die Prinzengarde nicht nur zu Ehren des Iversheimer Prinzen, sondern tanzte auch das hervorragende Mariechen mit seinem Offizier Prinz Walter und dem Publikum zu Ehren. Allerdings wohl zum letzten Mal, denn nach acht Jahren hört das Tanzpaar auf.

Iversheimer Tanzgruppen bewiesen, dass diesbezüglich im Ort auch tänzerisch kein Nachwuchsmangel besteht. Nach einer kurzen Ansprache von Sitzungsleiter Uwe Roggendorf, machten die „Wibbelstetze“ einen derart gelungenen Auftakt, dass man sie nur nach einer weiteren Zugabe von der Bühne verabschiedete. Nicht anders war es bei den Darbietungen der „Funkengarde Rot-Weiß“, „Hip Teens“ und der Showtanzgruppe „Pretty Girls“. So sorgten nicht nur die Jüngsten im Bunde der zahlreichen „Evescheme“ Tänzer für Eltern, Großeltern und übrigen vielfach kostümierten Besucher im festlich geschmückten Dorfssaal für freudige Gesichter.

Wie gewohnt, führte Uwe Roggendorf zügig durch die Sitzung. Ließ dieser den hervorragenden „Hubäät us em Friedwald" (Erik Gasthaus) natürlich auch erst nach Zugaben von der Bühne. Einfach nur Spitzenklasse danach der in Frauenkleider auftretende Büttenredner Joachim Jung, der in seiner auch aus dem Fernsehen bekannt guten Rolle als „Liselotte Lotterlappen“ auftrat und als Profi seines Fachs seinem Vorredner Erik anerkennendes Lob zollte.

Mit Musik und Parodie „de Blömcher“, der Kölner Mädels „Funky Mary´s“ und dem Musikvortrag von „Druckluft“, ging es munter weiter. Nicht nur zum Schunkeln und Mitsingen luden die Mitglieder des örtlichen „Spellmannszug“ unter der Leitung von Peter Kolvenbach ein. Mit Orden geehrt und gedankt wurden im Verlauf des Abends noch einige aus dem Saal. Den Schlusspunkt dieser gemütlichen Dorfsitzung kam mit reichlich Tanzmusik von „Tec and System“. Text und Fotos: mg / MaGö/ mgo / Manfred Görgen

Autor:

Manfred Görgen aus Bad Münstereifel

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