Neue Demenz-Gruppe trifft sich erstmals am 1. September 2021 in Bedburg
Hilfe zur Selbsthilfe für pflegende Angehörige

Helfen bei der Gründung einer Demenz-Selbsthilfegruppe in Bedburg: Petra Windhausen, Dr. Sibylle Schreckling, Sarika Kratz (vorn v.l.n.r.) mit Gabriela Leibl und Robert Heinen von der Stadt Bedburg.
  • Helfen bei der Gründung einer Demenz-Selbsthilfegruppe in Bedburg: Petra Windhausen, Dr. Sibylle Schreckling, Sarika Kratz (vorn v.l.n.r.) mit Gabriela Leibl und Robert Heinen von der Stadt Bedburg.
  • Foto: Andrea Floß
  • hochgeladen von Andrea Floß

Sedum ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Dickblattgewächse. Durch die Wasserspeicherung in ihren Blättern hält sie auch längeren Phasen der Trockenheit stand und kann locker unter widrigen Umständen überleben. SeDum („Selbsthilfe im Bereich Demenz unterstützend ermöglichen“) ist auch der Name eines Projekts der Alzheimer Gesellschaft NRW, die in Kooperation mit kommunalen Partnern Gruppen-Neugründungen im Bereich Demenz auf den Weg bringt. In einigen Teilen Nordrhein-Westfalens gibt es bisher kaum Selbsthilfeangebote. Immer auf der Suche nach solchen weißen Flecken auf der Landkarte, ist SeDum-Projektleiterin Sarika Kratz im Norden des Rhein-Erft-Kreises fündig geworden und begleitet nun gemeinsam mit der Alzheimer Gesellschaft Rhein-Erft-Kreis, den Tierfreunden Rhein-Erft und der Stadt Bedburg den Aufbau einer neuen Gruppe in Bedburg. Das Gründungstreffen findet am 1. September 2021 um 16 Uhr in Bedburg statt, der Ort wird noch über die städtische Homepage bekannt gegeben.

In NRW leben rund 300.000 Menschen mit Demenz – Tendenz steigend. Zwei Drittel der Erkrankten werden zu Hause von nahen Angehörigen gepflegt. Diese Tätigkeit stellt Familien vor große Herausforderungen und verlangt viel Engagement, Verzicht auf Freizeit und die Bereitschaft, für den Erkrankten gegebenenfalls „rund-um-die-Uhr“ da zu sein. Dabei kommen die eigenen Bedürfnisse oft zu kurz. Nicht selten werden die Pflegenden – Ehepartner, Töchter oder Schwiegertöchter – aufgrund der Mehrfachbelastung selbst krank, meiden Kontakte und geben ihren Beruf und ihre Hobbies auf. In der Corona-Zeit hat sich die Situation noch verschärft, weil viele Beratungs- und Entlastungsangebote vor Ort auf Eis lagen. Dazu kommt jetzt noch das Hochwasser.

Der Austausch im geschützten Raum einer Selbsthilfegruppe kann dabei helfen, den Umgang mit der Erkrankung besser zu bewältigen und Entlastung im Alltag zu finden – auch wenn der Angehörige bereits in einem Pflegeheim lebt. „Niemand kann und muss diese Aufgabe auf Dauer und ganz alleine erfüllen. Auch im Interesse der Erkrankten ist es wichtig und ratsam, mit den eigenen Kräften hauszuhalten und sich frühzeitig nach Möglichkeiten der Beratung und Entlastung umzusehen“, so Dr. Sibylle Schreckling von der Alzheimer Gesellschaft Rhein-Erft-Kreis bei der Auftaktveranstaltung im Schloss Bedburg. Über Erfahrungen sprechen, sich gegenseitig Tipps geben, Zuhören, Helfen und auch miteinander Lachen sei wichtig, um schwierige Lebenssituationen zu meistern und neue Energie zu schöpfen, erklärt Sarika Kratz.

Art und Umfang der Unterstützung werden individuell an die Bedürfnisse der Gruppe angepasst. Als Moderatorin konnte die erfahrene Krankenschwester und Demenzcoach Petra Windhausen gewonnen werden, die seit über 15 Jahre Pflegekurse für Angehörige im Maria-Hilf-Krankenhaus in Bergheim gibt. „Das Wichtigste ist, das man sieht, man ist nicht allein. Gemeinsam finden wir eine Lösung für jedes Problem.“

Kontakt:

Alzheimer Gesellschaft Rhein-Erft-Kreis, Dr. Sibylle Schreckling, info@schreckling.eu; Telefon 0171 / 9388800

www.alzheimer-gesellschaft-rhein-erft-kreis.de
www.bedburg.de
www.alzheimer-nrw.de

Autor:

Andrea Floß aus Bergheim

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