Notizen einer Kinderpflegerin im "Haus Ehrenfried" in Brühl wurden zu einem Buch
Ein Buch voller Erinnerungen

Frau I. Seidel mit ihrem Ehemann und dem Buch. "Ein Haus voller Kinder... und was nun?"
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  • Frau I. Seidel mit ihrem Ehemann und dem Buch. "Ein Haus voller Kinder... und was nun?"
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An das Kinderheim "Haus Ehrenfried" in Brühl auf der Liblarer Straße dürften sich noch viele Brühler erinnern.
Doch leider wurde es 1983 geschlossen und 1989 abgerissen.
In diesem Kinderheim lebten Kinder mit verschiedenen Schicksalsschlägen.
Daran erinnert sich auch eine Kinderpflegerin die von 1978 bis 1983 dort arbeitete.
Auch ich erinnere mich noch gerne an das Kinderheim, und ich lernte Frau Seidel 1978 dort kennen, worüber ich bis heute sehr froh bin und auch bis heute den Kontakt zu ihr Pflege. 
Sie machte während ihrer Arbeit täglich Ihre Notizen. 
Diese Aufzeichnungen sollten zunächst nur für Sie selbst sein, damit sie sich an wichtige Dinge erinnern und diese der nachfolgenden Generation mitteilen konnte. 
Ebenso machte sie für sich Notizen über Erlebnisse, die sie menschlich sehr bewegt und beschäftigt haben. 
Zuletzt fasste sie den Entschluss, ihre Notizen zu einem Buch zusammenzufassen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. 
Frau Ingetraut Seidel, geboren im Mai 1931 in Köln, lebt seit1965 mit ihrem Ehemann in Weilerswist.
Nach 25 Jahren der Erziehung ihrer eigenen vier Kinder beschloss sie sich wieder in ihrem gelernten Beruf, als Kinderpflegerin zu arbeiten und bekam einen Job im Kinderheim "Haus Ehrenfried. 
Nachdem das Heim dann 1983 geschlossen wurde, arbeitete sie bis zu ihrer Pensionierung noch eine längere Zeit in einem anderen Kinderheim.
Es war schon immer ihr Jugendtraum Kinderpflegerin zu werden.
Diesen Wunsch erfüllte sie sich auch gegen den Willen ihrer Eltern.
Sie finanzierte ihre Ausbildung, in dem sie Pantoffeln für einen Schusterbetrieb ihres Onkels nähte.
Während und nach der Ausbildung war sie in mehreren Familien und Heimen tätig. 
Frau Seidel hat als Kind das dritte Reich und den 2. Weltkrieg erlebt.
So kannte sie den Verlust von Angehörigen, Nöten und Ängsten, und sie wusste auch, was Hunger bedeutet.
Darum war es ihr auch immer wichtig, dass Ihre eigenen vier Kinder und ihre Kinder in den Kinderheimen, wo sie tätig war, immer genug zu essen hatten und glücklich waren.
Ingetraud Seidel hat sich auch privat sozial sehr engagiert, z.B. im Frauenkreis, in der Hausaufgabenhilfe, in der Flüchtlingsarbeit und in der Seniorenarbeit.
Sie hat sich überall sozial engagiert, wo es ihr möglich war, und ihr Ehemann hat sie sehr viel und gerne dabei unterstützt.
Das Buch sollte schon Mitte der 80er veröffentlicht werden.
Ein Hamburger Verlag war auch daran  interessiert, doch durch einen Wechsel der Verlagsleitung wurde dieses Vorhaben erst einmal auf Eis gelegt.
Jedoch hakten ihre Kinder noch einmal nach, und nun war es so weit.
Es fand sich ein Verlag in Weilerswist, der das Manuskript digitalisierte, und das Buch wurde gedruckt. Es trägt den Titel: "Ein Haus voller Kinder und was Nun? Notizen aus einem Kinderheim". 
Es geht in diesem Buch in erster Linie um die Kinder, denen ein Zuhause mit Vertrauen und liebevoller Geborgenheit geboten werden soll.
Daneben geht es auch um deren Eltern, die häufig ebenfalls sehr bedürftig und vom Schicksal, sowie ungünstigen Lebensvoraussetzungen gebeutelt sind.
In diesem Buch schreibt I. Seidel über ihren Alltag im Kinderheim "Haus Ehrenfried", wobei die Namen aller Personen geändert wurden. 
Das Buch zeigt, dass es viele Menschen, vor allem Kinder gibt, die in einem unvorstellbaren Dilemma verharren müssen. 
Tochter Erika schreibt in diesem Buch im Namen ihrer Geschwister eine Hommage an ihre Mutter, womit sie ihr eine besondere Ehre erweisen möchten. 
Die Hommage lässt beim Lesen schnell erkennen, mit welchem unermüdlichen Einsatz sich Frau Seidel in ihrem Leben für andere Mitmenschen und Kinder eingesetzt hat. 
Mit dem Druck und Erscheinen des Buches wollen ihre Kinder und der Ehemann Frau Seidel ein Denkmal setzen. 
Es soll eine Anerkennung für ihr Lebenswerk sein, ein Gegenstand zum Sehen, Anfassen, Lesen, zum Denken, zum Erinnern und zur Anregung für mehr Liebe auf der Welt.
Bei Interesse an dem Buch besteht die Möglichkeit, es bei der Buchhandlung Karola Brockman in der Uhlstraße 82 in Brühl zu erwerben. 
Über Internet:
brockmann-buecher.de

Autor:

Heike Löhrer aus Brühl

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