Die Burscheider Wehr hat für alle vier Löschzüge neue Geräte angeschafft, um bei künftigen Bränden in unwegsamen Geländen effektiver arbeiten zu können.
Feuerwehr Burscheid rüstet sich gegen Waldbrände

Zu den neuen Geräten gehören kleine Schläuche, ein Verteiler, kleine Strahlrohe, eine spezielle Hake sowie ein Löschrucksack mit 20l Fassungsvermögen

v.l.n.r.
Frank Häbel, Christian Mines, Michael Machill
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  • Zu den neuen Geräten gehören kleine Schläuche, ein Verteiler, kleine Strahlrohe, eine spezielle Hake sowie ein Löschrucksack mit 20l Fassungsvermögen

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  • Foto: Jens Knipper - Feuerwehr Burscheid
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Burscheid – Die anhaltende Trockenheit lässt die Natur austrocknen. Dadurch steigt die Waldbrandgefahr, sodass ein kleiner Funke oft schon ausreichen kann, dass ein Brand entsteht. „Die Entwicklung der letzten zwei sehr trockenen Sommer und der Blick auf die Zukunft haben uns dazu gebracht, unsere Ausrüstung zu erweitern“ erklärt der Burscheider Wehrleiter Achim Lütz.
Konkret geht es dabei um die Erweiterung der Gerätschaften zur Brandbekämpfung. „Wir sind schon sehr gut ausgerüstet, haben viele und gute Gerätschaften, mit denen wir jedes Feuer ausbekommen haben. Aber nicht immer sind große Geräte die beste Lösung“ so Lütz weiter.

Kleinere Schläuche, eine Hake und ein Rucksack für jeden Löschzug sollen das Löschen erleichtern

Die Burscheider Wehr hat sich daher sogenannte D-Schläuche mit entsprechenden Strahlrohren und einen Verteiler angeschafft. „Im Größenvergleich könnte man fast sagen, es ist ein Gartenschlauch. Im Gegensatz zu diesen, halten unsere Schläuche unter anderem höheren Wasserdrücken aus. Außerdem sind gerade diese kleinen Schläuche in unwegsamen Geländen praktisch, da sie wesentlich einfacher zu handhaben sind“ erklärt Achim Lütz die neuen Geräte. „So ein mit Wasser gefüllter Schlauch, wie wir in normalerweise nutzen, kann schnell 20 – 30kg wiesen. Diesen dann einen Hang hochzuziehen ist dabei sehr anstrengend.“ so Lütz weiter.

Ebenso wichtig ist eine Hake, mit der die Wehr den Boden umgraben kann. „Oftmals brennt nicht der Baum oder der Busch, sondern vielmehr der trockene Boden. Und das sogar noch in einigen Zentimetern Tiefe.“ So Lütz weiter. Auch neu ist ein Rucksack mit rund 20l Füllmenge und einer direkt angeschlossenen Spritze. Mit dieser lassen sich vor allem kleinere Glutnester schnell löschen, ebenso wie Mülleimerbrände. „Die Kunst beim Löschen ist es, mit wenig Wasser viel Wirkung zu erzielen. Es bringt niemanden etwas, wenn der Wasserschaden größer ist, als der Brandschaden selbst“ erklärt Achim Lütz die Vorgehensweise im Einsatz.

Die Burscheider Feuerwehr hofft, dass diese Geräte nie zum Einsatz kommen müssen. Denn dies würde bedeuten, dass es in einem Burscheider Wald brennt.
„Der Tag wird kommen, an dem wir in einen Wald ausrücken müssen. Vor allem die Borkenkäfer machen den Wäldern zu schaffen. Die Trockenheit gibt dann den Rest.“ so Lütz. Ebenso warnt die Burscheider Wehr vor Leichtsinnigkeit. Sie weist auf bestehende Verbote, wie zum Beispiel das Rauchverbot in Wäldern hin und mahnt auch weiterhin zur Vorsicht. „Nur weil wir gut ausgerüstet sind, heißt es nicht, dass jeder machen kann was er will. Wir sind für den Ernstfall vorbereitet, aber verhindern kann es ein jeder einzelner – wir müssen den Schaden im Nachgang begrenzen“ so Achim Lütz.

Zu den neuen Geräten gehören kleine Schläuche, ein Verteiler, kleine Strahlrohe, eine spezielle Hake sowie ein Löschrucksack mit 20l Fassungsvermögen

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Zu den neuen Geräten gehört auch ein Löschrucksack mit rund 20l Wasser, um kleine Glutnester abzulöschen. Ebenso wichtig ist das umgraben des Boden. Möglich macht dies eine spezielle Hake.
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Jens Knipper aus Burscheid

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