Interview-Serie: „Erfahrungsberichte mit der Impfung gegen Corona“
Ein Interview mit einer Sprachtherapeutin aus Hamm

Im Impfzentrum Hürth können sich die Leute aus dem Rhein-Erft-Kreis gegen COVID 19 impfen lassen.
  • Im Impfzentrum Hürth können sich die Leute aus dem Rhein-Erft-Kreis gegen COVID 19 impfen lassen.
  • Foto: Sandra Fiedler
  • hochgeladen von Sandra Fiedler

Heute möchte ich meine Interview-Serie zum Thema „Erfahrungsberichte mit der Impfung gegen Corona“ fortsetzen. COVID 19 ist in unserem Alltag immer noch sehr präsent. Besonders das Impfen ist momentan ein großes Thema, das immer wieder diskutiert wird. Einige Menschen möchten sich impfen lassen, andere nicht, manche sind verunsichert und haben vielleicht auch etwas Angst vor der Impfung. Darum habe ich diese Interview-Serie gestartet.

Ich habe Menschen aus verschiedenen Altersklassen und Berufssparten befragt, die bereits geimpft worden sind. Welche Erfahrungen haben sie gemacht? Meine Interview-Serie soll einen kleinen Überblick aus der Sicht von Geimpften geben. Sie soll dazu dienen, anderen Menschen Informationen direkt von Geimpften zu vermitteln. Niemand soll durch meine Interviewserie zum Impfen gezwungen oder unter Druck gesetzt werden. Die Entscheidung für oder gegen die Impfung muss letztendlich jeder selber treffen.

Alle Personen, die von mir befragt wurden, konnten wählen, ob sie anonym bleiben möchten oder ob sie mit ihrem Namen veröffentlicht werden wollen. Nicht jede*r möchte seine Erfahrungen öffentlich preisgeben, und dies möchte ich auch akzeptieren! Alle teilnehmenden Personen sind mir bekannt.
Die zweite Person, die meine Fragen beantwortet hat, ist eine 22-jährige Sprachtherapeutin aus Hamm:

Mit welchem Impfstoff wurdest du geimpft und war es die erste oder zweite Impfung?

„Ich wurde mit Astrazeneca geimpft und es war meine erste Impfung.“

Wo hast du dich impfen lassen und wie war die Atmosphäre dort?

„Ich war im Impfzentrum Hamm für meine Impfung. Es waren alle sehr nett und es wurde auch immer wieder gefragt, ob es einem gut geht.“

Wie ist die Impfung vor Ort abgelaufen?
„Erst habe ich relativ lange vor dem Zelt gewartet, weil es voll war. Dann wurde am Eingang Fieber gemessen und in meine Tasche geguckt. Dann bekam ich ein Formular und sollte meinen Impfpass und meine Krankenkassenkarte daran heften. Damit bin ich dann zur nächsten Station gekommen und da wurden meine Daten im Rechner aufgenommen. Von da aus kam ich dann in einen Wartebereich (große Turnhalle), wo ich mir in Ruhe die Infos über den Impfstoff durchlesen konnte und meine Einwilligung dafür gab. Von da aus wurde ich zu einem Arzt (kleiner Raum) gebracht, der mich nochmal über die Risiken aufklärte und dem ich Fragen stellen konnte. Daraufhin kam ich einen Raum weiter und dort wurde ich dann geimpft. Das ging ziemlich flott. Danach musste ich noch eine Viertelstunde in der Turnhalle warten. Am Ende habe ich mich an einer Station noch abgemeldet. Also hat es circa 1 ½ Stunden gedauert.“

Wie hast du dich nach der Impfung gefühlt und gab es Nebenwirkungen?
„Danach habe ich erstmal nichts gemerkt. Aber abends um 11 als ich ins Bett gehen wollte, fing es mit Schüttelfrost an. Eine halbe Stunde später hatte ich dann erhöhte Temperatur. Am nächsten Tag hatte ich Kopfschmerzen, Übelkeit und einen Hautausschlag (ging nach 2 Stunden wieder weg). Gegen Abend war dann alles wieder normal.“

War es für dich direkt klar, dass du dich impfen lassen möchten? Was würdest du anderen mitgeben, die die Impfung noch vor sich haben?
„Ja, ich wollte mich an sich direkt impfen lassen, sobald es möglich ist. Nur dass ich mit Astrazeneca geimpft wurde, finde ich problematisch. Bevor ich geimpft wurde, war diese ganze Aufregung mit Astrazeneca und der Impfstoff wurde kurzzeitig rausgenommen. Dann dachte ich, dass ich mit Biontech geimpft werde. Doch dann war das ja angeblich mit Astrazeneca ungefährlich und ich wurde damit geimpft. Ein paar Tage später kam dann die Mitteilung, dass der Impfstoff nicht für unter 60-jährige geeignet sei. Das macht mich schon etwas wütend, weil ich nach der ersten Aufregung darauf vertraut habe, dass es ungefährlich sei. Und jetzt finde ich es auch schwierig, dass keine sicheren Angaben darüber getroffen werden können mit welchem Impfstoff ich als zweites geimpft werden soll. Ich würde anderen mitgeben, dass die Nebenwirkungen bzw. Impfreaktionen nicht extrem schlimm sind und man als gesunder Mensch keine Angst davor haben muss. Ich bin nach wie vor dafür, dass sich die Menschen impfen lassen sollten, wenn es ihnen möglich ist. Einfach um einer besseren Zukunft entgegen blicken zu können. Nur wenn wir zusammenhalten, kann sich etwas verbessern. Trotzdem kann ich Zweifel an der Regierung nachvollziehen, da ich aus eigener Erfahrung spreche.“

Ich bedanke mich herzlich bei der Sprachtherapeutin, dass sie sich für das Interview Zeit genommen hat und anderen die Möglichkeit gegeben hat, die Impfung aus ihrer Perspektive wahrnehmen zu können.

Herzliche Grüße

Sandra Fiedler

Autor:

Sandra Fiedler aus Pulheim

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