Der große Rückführungsplan angesichts des Bankrotts des Reiseleiters Thomas Cook

150.000 Kunden in den Ferienorten und rund eine Million Reisebuchungen sind von der Insolvenz von Thomas Cook betroffen. Am frühen Montagmorgen startete die britische Regierung Propaganda-Parolen, um dem Chaos entgegenzuwirken, nachdem die Zahlungseinstellung durch den Tourismusgiganten Thomas Cook offiziell war. "Die größte Rückführung der Geschichte in Friedenszeiten", kündigte die offizielle Website der britischen Regierung an. Sie hat beschlossen die Aktion Matterhorn zu nennen und bezieht sich dabei auf den pyramidenförmigen Berg zwischen den Schweizer und italienischen Alpen. Kurz gesagt, es wird eine Herausforderung.

Die Insolvenz von Thomas Cook betrifft zehntausende Touristen in der Türkei, in Griechenland und in Tunesien. Es betrifft Kunden unter anderem Kunden, die in Rio de Janeiro an der Copa Copana liegen, sich in Kanada in Wildnis erholen wollen oder sich in Paris an den Roulette-Tischen amüsieren wollen. Obwohl die für die Operation Verantwortlichen mitteilten, dass sie sie tagelang im Voraus geplant hatten, geben sie Details und Zahlen nur sporadisch und verwirrend aus. Die "Rettungsmission" richtet sich ausschließlich an die 150.000 Briten, die nach dem Zusammenbruch des Unternehmens in ihren Ferienorten festhängen. Es sind auch 140.000 Deutsche betroffen und mehrere Tausend Nordamerikaner und viele andere Nationalitäten. Sie müssen jedoch mit Condor zurückkehren - die Fluggesellschaft von Thomas Cook, die mit vielen deutschen Verbindungen noch Flüge anbietet, oder nach anderen Möglichkeiten suchen und sich bei den Versicherungsunternehmen melden.

Die Vorbereitungen für die Rettung der Fluggesellschaft haben die der Monarch Airlines vor zwei Jahren verdoppelt. Diese Erfahrung dient den Engländern als Leitfaden für die Rettungsaktion. Es gibt keine endgültige Aufstellung der endgültigen Kosten für die englische Staatskasse, aber Schätzungen liegen zwischen 55 und 110 Millionen Euro. Die von der Regierung angekündigten Rückführungsaufgaben werden zwei Wochen dauern und sollen die Flüge an die Rückflugdaten der gestrandeten angepasst werden.

53 Flughäfen und 18 Länder. Das war die anfängliche Schätzung der Operation. Los Angeles, San Francisco, Florida, Cancun, Havanna, Kingston oder Santo Domingo, darunter ein Dutzend spanische Flughäfen. Die Regierung mietet für die Durchführung dieser Charterflüge bis zu 45 Flugzeuge bei verschiedenen Fluggesellschaften wie EasyJet, British Airways oder Virgin an. Die meisten Flugunternehmen haben auch bei der Krise von Monarch Airlines geholfen. Thomas Cook hilft paradoxerweise mit einem Teil der Condor-Flotte aus.

Hunderte von Beamten aus verschiedenen Ministerien wurden von ihren Ämtern abgezogen, um einen improvisierten Informationsaustausch einzurichten oder um die Fragen und Bedürfnisse von Reisenden, die an den Flughäfen gestrandet sind, zu beantworten „Wir haben mit einer kurzen Vorlaufzeit gestartet, was die Rettung der Kunden einer der größten Flotten im Vereinigten Königreich angeht. Leider werden einige Probleme und Rückschläge unvermeidlich sein“, kündigte der Direktor der Zivilluftfahrtbehörde, Richard Moriarty, an.

Am frühen Nachmittag haben im Rahmen der Operation bereits mindestens „sechzig Bewegungen“ stattgefunden, sie fordern jedoch eine angemessene Frist, um weitere Vorgänge einleiten zu können.

Zusätzlich zu den 150.000 Kunden, die unterwegs von dem Konkurs betroffen sind, haben fast eine Million Einwohner des Vereinigten Königreichs Flüge oder Reisen mit Thomas Cook gebucht. Das Unternehmen will am kommenden Montag, dem 30. September, ein System zur Rückerstattung von Flügen starten und dafür sorgen, dass die Zahlungen innerhalb von maximal 60 Tagen erfolgt. Im Falle der Monarch Airlines-Krise mussten einige Kunden bis zu einem Jahr warten, bis sie ihr Geld zurückbekamen.

Autor:

Karoline Steinmeier aus Eitorf

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