Handball, U19 männlich, TuS Königsdorf
Zwei Heimspiele im Kampf um die Bundesliga – TuS Königsdorf empfängt den Bergischen HC und Solingen-Gräfrath

Die U19 vom TuS Königsdorf freut sich auf viele Zuschauer.
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  • Die U19 vom TuS Königsdorf freut sich auf viele Zuschauer.
  • Foto: Karla Mertes
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Am Wochenende ist es soweit: Die U19 vom TuS Königsdorf startet in die Qualifikation zur JBLH (Jugendbundesliga Handball) – und das mit zwei Heimspielen. Dieser Vorteil dürfte Ole Romberg gerade recht kommen, denn über eins macht sich der Trainer keine Illusionen: „Unser Verein und unsere Mannschaft kann mit den Gegebenheiten und Rahmenbedingungen unserer drei Konkurrenten nicht mithalten.“ Die seien deutlich schlechter als bei HC Düsseldorf, HSV Solingen-Gräfrath und natürlich beim Bergischen HC. „Was diese Vereine ihren Spielern bieten können, ist bei uns einfach nicht gegeben. Deswegen muss man realistisch sein, dass wir krasser Außenseiter sind bei dieser Qualifikation.“
Dazu muss sein Team für die Qualifikationsspiele zwei erhebliche Verluste im Rückraum verkraften: Anfang Juli wechselte Moritz Köster zu Bayer Dormagen, was kurzzeitig ein wenig Unruhe in die Planungen gebracht hat. Und Mannschaftskapitän Julius Landmann zog sich im Trainingslager in Essen eine Bänderverletzung zu.
„Aber wir haben trotzdem genug spielerische und individuelle Klasse, dass wir das als Mannschaft auffangen können.“ gibt sich Trainer Ole Romberg kämpferisch. „Unser großes Plus ist die mannschaftliche Geschlossenheit und dass wir ein seit Jahren eingespieltes Team sind.“ Auch Ersatz-Mannschaftskapitän und Torhüter Elvan Kromberg ist sicher: „Wir wollen das Maximum rausholen und unser Bestes geben. Es ist doch logisch: Wenn man in dies Spiele geht, möchte man am Ende irgendwie diese Qualifikation schaffen. Und wenn es nicht klappt, sollen die anderen besser und nicht wir schlechter gewesen sein.“
Immerhin ist die U19 vom TuS Königsdorf Nordrhein-Meister, mit Siegen in allen Saisonspielen bis zum Abbruch der Spielzeit. Verstecken muss sich das Team also nicht, aber wie allen Teams machte die Corona-Krise auch dem TuS Königsdorf zu schaffen. Mannschaftskapitän Torhüter Elvan Kromberg ergänzt: „Bei vielen kam auch noch das Abi dazu und dann die Sommerferien. Aber dank Corona waren ja die meisten von uns zu Hause.“

Seit mittlerweile sechs Wochen ist Königsdorf wieder voll im Trainingsbetrieb und hat schon vier Testspiele und ein Trainingslager absolviert. „Nach der langen Pause endlich wieder gemeinsam Handball spielen und dabei Spaß haben.“, freut sich Kromberg. „Es war immer das Ziel unseres Trainers, dass wir Spaß am Training haben, Spaß daran haben, in die Halle zu kommen. Und das merkt man wieder bei jedem Training: Spaß, aber auch Ehrgeiz.“ Trainer Ole Romberg gibt das Lob zurück: „Die Jungs sind wirklich auf einem sehr guten Stand. Ich freue ich mich jetzt auf die letzten Tage vor der Quali und hoffe, dass wir die bestmöglich nutzen können."

Für die Bundesliga-Qualifikation laufen die Vorbereitungen seit Anfang des Jahres. „Wir haben für die Bundesliga gemeldet, sobald feststand, dass wir automatisch wieder für die Regionalliga qualifiziert sind.“ Eigentlich genügend Zeit sich für höhere Ziele personell zu verstärken, doch Trainer Ole Romberg sieht es so: „Wir werden mit derselben Mannschaft in der Bundesliga oder Regionalliga antreten, mit der wir die Quali spielen. Das heißt, wir vertrauen da voll und ganz den Jungs, die wir jetzt seit mehreren Jahren in der Mannschaft haben. Zum Großteil waren sie schon Bestandteil der A-Jugend der letzten Saison und davor gemeinsam in der B-Jugend.“ So kommen alle Spieler des Jahrgangs 2003 aus der eigenen B-Jugend.
„Unser Konzept ist ganz klar die Ausbildung: Unser 2002er-Jahrgang bildet wie letzte Saison den Kern der Mannschaft, aber wir besetzen jede Position mit einem 2002er und einem 2003er, manche Positionen auch noch doppelt mit 2002ern. Insgesamt eine gute Mischung." Aus der B-Jugend rücken auf: Caspar Braumann (LA), Marc Neidhard (Tor), Jakob Ischebeck, Clemens Zilligen (Rückraum), Tom Winkelius (RA) und Florian Böckenholt (Kreis).
Auch auf der Trainerposition bleibt alles beim Alten: Ole Romberg sitzt mit seinem Co Nico Pick auf der Bank. Unterstützt werden sie im Athletikbereich von Lennart Niehaus. Romberg stellt noch einmal klar: „Es wird keine externen Zugänge geben, weil wir unsere Jungs belohnen wollen, aber auch ihrer spielerischen Stärke vertrauen."

Am Sonntag stand das letzte Testspiel gegen TV Rheinbach auf dem Programm, das Ole Rombergs Jungs knapp und mühsam 33:32 gewinnen konnten – die klassische Generalprobe also. Sehr viel lief nicht nach den Vorstellungen des Trainers, doch Romberg sah auch das Positive: „Ich bin mit der Reaktion, der Einstellung, der Motivation und auch mit Ansätzen, die die Mannschaft und jeder Spieler gezeigt hat, sehr zufrieden.“ Für das kommende Wochenende verspricht er den Königsdorfer Fans: „Wir werden das Maximum aus uns herausholen!“

Infos zu den Spielen im Rahmen der Qualifikation:
Samstag, 22. August 2020, 15.00 Uhr: TuS Königsdorf – Bergischer HC
Sonntag, 23. August 2020, 13.00 Uhr: TuS Königsdorf – HSV Solingen-Gräfrath

Beide Spiele finden in der Gerhard-Berger-Halle, Pfeilstraße 12, Frechen-Königsdorf statt (Karte siehe unten).
ACHTUNG:
Für alle Tribünengäste gilt in der Gerhard-Berger-Halle und auf allen Zu- und Abgängen die Pflicht zum Tragen einer zulässigen Mund-Nase-Bedeckung („Maskenpflicht“).
Zudem wird allen Tribünengästen dringend geraten, den Hygiene-Ranger (https://hygiene-ranger.de/) zu verwenden, um einen reibungslosen Zugang zur Halle zu gewährleisten.

Aktuelle Tabelle der Qualifikationsrunde HIER.
Das Spiel HC Düsseldorf – TuS Königsdorf ist noch nicht terminiert.
Modus: Der Erste der Einfachrunde ist direkt für die Bundesliga qualifiziert, der Zweite muss in die Relegation gegen den Zweitplatzierten aus Westfalen.

Autor:

Sascha Engling aus Köln

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