Leinen los für die gute Sache
Benefizkonzert im Wilhelmshavener Gorch-Fock-Haus ein großer Erfolg

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Köln - Wilhelmshaven. (dc) Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Wenn aber viele eine Reise tun, können sie was erzählen. Was klingt, wie die logische Schlussfolgerung des Zitats von Matthias Claudius, wurde für Kölner Musiker wahr.
Grund für die Reise war der zweite Friesisch-Kölsche Musikaustausch, der diesmal im Wilhelmshavener Gorch-Fock-Haus stattfand. So machten sich die Kölner Hans-Willi Mölders alias Ne Spetzbov, die Rotznas Jens Büttemeyer mit seinem Perkussionisten Nikolas Geschwill, Freddy the Piper und die Kölschband auf den Weg. Aus Kevelaer reiste Sänger Karl Timmermann an.

Der Friesisch-Kölsche Musikaustausch ist eine Idee von Dieter Schneller und Jens Büttemeyer, in Köln besser bekannt als die Rotznas. Sie verbindet eine enge Freundschaft, die weit über die musikalischen Grenzen hinausgeht. Dieter Schneller, der vor einigen Jahren mit seiner Frau Manuela aus seiner Heimat Eitorf nach Ostfriesland zog, brachte mit Jens Büttemeyer aus Köln die Benefiz-Konzertreihe ins Rollen, die ihresgleichen sucht. Sie veranstalten Konzerte mit Friesischen und Kölner Musikern, abwechselnd in Köln und Ostfriesland. Die Einnahmen fließen immer zu gleichen Teilen an gemeinnützige Vereine.
Eröffnet wurde das Konzert mit dem Einmarsch des Spielmannszugs Großheide. Aus Friesland dabei waren der Shanty Chor aus Moorwarfen, Enno Jacobs und Nico Weers, der Shanty Chor der Marinekameradschaft Wilhelmshaven und die Band Julisturm aus Schortens. Hierbei sei besonders zu erwähnen, dass alle Künstler ohne Gage auftraten. 

Kölsche Tön und Friesische Töne musikalisch in Einklang bringen? Kein Problem an diesem besonderen Abend. Dass Musik keine Grenzen kennt, wurde vielen im Saal schnell klar. Friesen und angereiste Kölner schunkelten und sangen gemeinsam. Alle anwesenden Künstler zeigten ein großartiges Engagement und Können auf der Bühne, was vom Publikum mit sehr viel Applaus belohnt wurde. Herausragend in Sachen Gesang war der Shanty Chor der Marinekameradschaft Wilhelmshaven. Die gestandenen Männer im weißen Marine Outfit setzten mit ihrem Auftritt ein erstes Highlight. Aus der Band Julisturm wurde das Duo Julisturm. Dennoch überzeugten Nicole und Manuel Schoon aus Schortens mit ihren Songs.

Zur Völkerverständigung trug Rotznas Jens Büttemeyer bei, indem er extra ein Lied auf Ostfriesisch einstudierte. Ausgestattet mit einer original Friesenmütze eroberte er die Herzen der Friesen im Sturm. Spetzbov Hans-Willi Mölders ließ den Friesen erst gar keine Chance zum Nachdenken, sie mussten sofort mit ran. Mit seinen kölschen Liedern sorgte er für eine Bombenstimmung im Saal, die jeden mitriss.
Den Schlusspunkt des Abends setzte die Kölschband mit einem großartigen Auftritt. Als Ehrengast begrüßte der Kölner Moderator Larry G. Rieger den bekannten Wilhelmshavener Ehrenbürger August Desenz mit seiner Drehorgel. Schirmherr des Benefizkonzertes war Olaf Lies, Niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz.

So konnten die Veranstalter Manuela Schneller, Dieter Schneller und Jens Büttemeyer mit der 2. Auflage des Friesisch-Kölschen Musikaustausch sehr zufrieden sein. Das Benefizkonzert im großen und fast ausverkauften Festsaal des Wilhelmshavener Gorch-Fock-Haus zu Gunsten der beiden Organisationen Schlüsselblume e.V. WHV und dem Förderverein krebskranker Kinder Köln e.V. erbrachte dreitausend Euro an Spendengeldern, die Hälftig aufgeteilt werden.

Autor:

Dirk Conrads aus Köln

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