Rodenkirchen Sürth
Forderung nach Erhalt der Fuhrwerkswaage kommt zu spät.

Der Kölner „Kunstraum“ Fuhrwerkswaage ist in Gefahr.
  • Der Kölner „Kunstraum“ Fuhrwerkswaage ist in Gefahr.
  • hochgeladen von Torsten Ilg

Der historischen „Fuhrwerkswaage“ in Rodenkirchen droht das aus. Der private Investor auf dessen Gelände sich die Kunsthalle befindet, möchte das Gebäude abreißen oder anderweitig nutzen. Bezirksvertreter Torsten Ilg (FREIE WÄHLER) hätte sich in der März-Sitzung eigentlich eine Debatte über das Thema gewünscht. Stattdessen drängten alle Fraktionen auf eine schnelle Verabschiedung eines Antrags, der für Ilg nichts als ein „Papiertiger“ ist:

„Offensichtlich wollte man so einer peinliche Debatte über Versäumnisse der Politik aus dem Wege gehen. Denn bereits im Jahre 2016 haben Anwohner bemängelt, dass das Grundstück mit samt der wunderbaren Ausstellungshalle und dem zugehörigen Außengelände, von der stadteigenen HGK an einen privaten Investor verkauft worden ist, ohne diesen in die Pflicht zu nehmen. Nennenswerten Widerstand seitens der Politik gab es damals nicht. Der jetzt beschlossene „Appell“ zur Sicherung neuer Räume für die Kunstschaffenden auf dem Gelände,  ist nichts als ein zahnloser Papiertiger. Bereits im Jahre 2010 hätte man solche Maßnahmen beschliessen müssen. Damals wusste sowohl das Stadtplanungsamt als auch die Bezirksvertretung, dass die HGK beabsichtigt den südlichen Teil Ihres Grundstücks zu veräußern. Dieser Verkauf erfolgte allerdings erst 2016. Es vergingen also ganze 6 Jahre, ohne dass die konkrete Forderung nach Bestandsschutz beantragt und vertraglich festgelegt wurde.

“Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“

Nachdem das Grundstück inzwischen an einen privaten Investor veräußert worden ist, kann rechtlich leider nichts mehr gefordert, sondern nur noch „gnädigst“ gebeten werden. Alle Appelle der Politik zum jetzigen Zeitpunkt - egal von welcher Seite sie auch kommen, wirken wie peinliche Versuche, nachträglich von eigenem Versagen abzulenken. Wahrscheinlich ist dies bereits dem Kommunalwahlkampf geschuldet. Ich für meinen Teil, sitze erst seit 2014 in der Bezirksvertretung, schäme mich aber dennoch für das Versagen der Politik und bitte die Künstlerinnen und Künstler um Entschuldigung. Was vor 2014 geschah - oder besser unterlassen wurde, habe ich allerdings nicht zu verantworten. Ich lege den Kolleginnen und Kollegen deswegen nahe, sich bei den Kunstschaffenden ebenfalls öffentlich zu entschuldigen.

Inwieweit das Aus doch noch abzuwenden ist, kann die Politik nun nicht mehr entscheiden. Die Betreiber der Kunsthalle sind nun auf ihr eigenes Verhandlungsgeschick angewiesen und werden sich wohl auch mit höheren Mieten auseinandersetzen müssen, sollte der Investor Alternativen anbieten.

So Torsten Ilg in einer aktuellen Pressemitteilung. (Quelle FWK)

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