Eichenprozessionsspinner
Vorsicht bei Kontakt mit Eichenprozessionsspinnern

Eichenprozessionsspinner
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Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen sieht die derzeit massive Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners mit Sorge und ruft die Bevölkerung zur Achtsamkeit und Vorsorge auf.

Die Ministerien raten dringend dazu, sich von den Raupen, deren Nestern und Häuten fernzuhalten. Auch sollten, etwa im eigenen Garten, keine Gegenmaßnahmen auf eigene Faust durchgeführt werden. Für das Entfernen der Nester im öffentlichen Raum beauftragen die Kommunen Spezialfirmen. Sofern ein Befall im privaten Garten oder Wald zu beobachten ist, sollten auch hier vom Eigentümer Spezialfirmen beauftragt werden.

Trockenes Wetter begünstigt die Ausbreitung der Raupen
Eine effektive Möglichkeit zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners bietet das Absaugen mit speziellen Geräten. Daneben besteht die Möglichkeit des gezielten Einsatzes von Bioziden. Dieser ist jedoch insbesondere vor Ausbildung der Brennhaare bis zum zweiten Raupenstadium sinnvoll - und dieses Stadium ist für dieses Jahr bereits abgeschlossen. Ein abflämmen kommt wegen der Brandgefahr sowie der Thermik und des Verwirbelns der Härchen in der Regel nicht in Frage.
 
Natürliche Feinde der Raupen
Um den Einsatz von Chemie zu vermeiden, sollten natürliche Fressfeinde der Raupen vermehrt aktiviert werden: Es sind der Kuckuck, Pirol, Wanzen, Schlupfwespen und räuberische Käfer wie zum Beispiel der Puppenräuber. In den Niederlanden hängt man Nistkästen für Rotkehlchen, Blau- und Kohlmeisen an Eichenbäumen auf, den die Hauptspeise der hungrigen Jungvögel sind Raupen und nochmals Raupen. Mittlerweile wird dies schon von einigen deutschen Kommunen und Gartenbesitzern mit Erfolg kopiert.

Gefährlich für Mensch, Tier und Baum
Die Raupen besitzen sogenannte "Brennhaare", die bei Hautkontakt zu Verletzungen und entzündlichen Reizungen führen können. Wenn sie eingeatmet werden, können zudem Atembeschwerden auftreten. Deshalb ist der Kontakt mit den Raupen und den Gespinstnestern, welche die Raupen zum Zweck der Verpuppung errichten, unbedingt zu meiden", erkärt Dr. Edmund Heller, Staatssekretär im Arbeits- und Gesundheitsministerium. Dies gilt auch für alle Haus- und Nutztiere! Die Hauptgefährdungszeit der Raupen liegt genau in der Ferienzeit, von Mitte Juni bis August.

Bei Verdacht eines Gifthaarkontakts
Sofortiger Kleiderwechsel und versuchen mit einem Klebeband vorhandene Brennhaare von der Haut abzunehmen.
Duschbad mit Haarwäsche. (Auch bei Tieren)
Bei ausgeprägten Symptomen ärztliche Hilfe aufsuchen.

Autor:

Horst-Peter Nauen aus Leichlingen

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