Zwischenfazit – Der Umgang mit Corona im Alltag
Coronavirus in Pulheim – meine Meinung über die Umsetzung und Einhaltung der Beschränkungen

Mit Maske unterwegs im Alltag
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Die Stadt Jena in Thüringen machte es vor: Die Maskenpflicht für alle. Mittlerweile wurde diese in ganz Deutschland eingeführt. Für uns in NRW gilt: „Masken an!“ im ÖPNV und den Haltestellen, beim Einkaufen, in Arztpraxen, Banken, Tankstellen, Post, usw. Es gibt nun also eine Maskenpflicht, aber wird sie auch dementsprechend eingehalten?

In Pulheim ist mir beim Einkaufen in den Läden vermehrt aufgefallen, dass sowohl Erwachsene als auch ältere Kinder (ca. 12 Jahre) ihre Masken teilweise nicht richtig tragen bzw. verwenden. Sie ziehen die Maske nur über den Mund, und nicht über die Nase. Es ist natürlich richtig, dass kleine Kinder und Menschen mit gewissen gesundheitlichen Problemen keine Masken tragen sollen, aber wenn ich eine Maske trage, dann bitte richtig! Sonst macht es keinen Sinn und führt nicht zum gewünschten Erfolg. Einige Menschen sind auch der Meinung, die Maske bringe keinen Nutzen und man könne sich ja trotzdem anstecken. Zur Erklärung: Durch das Tragen einer Maske schützt man nicht sich selbst, sondern seine Mitmenschen. Wenn man mit Covid-19 infiziert ist, vermeidet man so, dass man die Menschen in seiner Umgebung ansteckt. Und wenn wirklich jeder eine Maske anzieht, ist eine Ansteckung logischerweise sehr unwahrscheinlich. Man hat es in Jena (Thüringen) gesehen. Nach Einführung der Maskenpflicht hat sich relativ zügig dort keine Person mehr infiziert. Und wenn dort ein solch ein Erfolg zu sehen ist, ist aus meiner Sicht diese Maßnahme sinnvoll, wenn diese hilft das Virus einzudämmen. Jede beschlossene Maßnahme soll helfen, die Verbreitung des Virus zu hemmen und gerade die Risikogruppen zu schützen, auch wenn man selbst nicht unbedingt betroffen ist.

Also ist mit der Maskenpflicht schon einmal ein Schritt in die richtige Richtung getan. Trotzdem gibt es leider noch Menschen (mit und ohne Maske), die die Worte Abstand halten nicht verstanden haben und/oder diese Beschränkung nicht einhalten wollen. Wir haben nun zwar eine Maskenpflicht, aber das bedeutet nicht, dass man keinen Abstand mehr halten muss. Abstand halten ist gerade an den Orten wichtig, an denen keine Maskenpflicht gilt (z.B. beim Spaziergang). Einige Personen gehen dicht nebeneinander, schauen einen irritiert an, wenn man zur Seite geht oder grinsen gar provozierend und gehen extra nah an anderen Menschen vorbei. Solche rücksichtslosen Verhaltensweisen bringen uns nicht weiter und gefährden andere. Ich habe schon öfter Aussagen gehört, wie zum Beispiel: „Abstand bringt doch eh nichts. Man atmet doch sowieso alles über die Luft ein.“ Dieser Argumentation kann ich nicht folgen. Das Virus wird über Tröpfcheninfektion beim Husten, Niesen und Sprechen übertragen. Bei entsprechendem Abstand passiert dies eben nicht.

Maskenpflicht und Distanz halten, verringert maßgeblich das Ansteckungsrisiko. Daher sollten beide Maßnahmen eingehalten werden.

Beim Einkaufen ist mir aufgefallen, dass die Pulheimer Geschäfte sehr bemüht sind, gegen das Infektionsrisiko vorzugehen und die gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen korrekt umzusetzen. Sei es durch Desinfizierung der Einkaufswagen, Abstandsmarkierungen auf dem Boden, Schutz durch Scheiben an der Kasse, begrenzte Personenzahlen in den Läden usw. Dieses Vorgehen der Geschäfte finde ich sehr gut und vorbildlich.

Auch im ÖPNV war ich diese Woche unterwegs, um in die Schule zu fahren. Als ich den Zug nehmen wollte, sah ich am Bahnhof einige Menschen ohne Maske stehen. Im Zug jedoch hatten alle Leute eine Maske an und der Abstand wurde weitestgehend eingehalten. Zudem war ich froh, als ich sah, dass kein Kurzzug eingesetzt wurde. Denn, wenn wir uns verantwortungsvoll an die Maßnahmen halten sollen, muss natürlich auch dementsprechend für ausreichend Platz gesorgt werden.
Auch im Bus galt die Regelung: Abstand halten! Maske an! Hinten einsteigen! Diese Vorgaben haben meiner Ansicht nach gut funktioniert.
Wie sehen Sie das? Da ich momentan noch nicht so regelmäßig in die Schule fahren muss, können Sie mir gerne schreiben, was Ihre momentanen Erfahrungen im ÖPNV sind. Gibt es genug Waggons? Tragen alle Masken (und tragen sie diese auch richtig)? Werden die Sicherheitsmaßnahmen eingehalten? Usw.

Meine Bitte: Bedenken Sie bitte, dass es uns in Deutschland immer noch besser geht, als in vielen anderen Ländern, z.B. Spanien oder Italien. Wir hatten bisher genügend Intensivbetten und mussten nicht entscheiden, wer beatmet wird und wer nicht. Wir konnten uns auch immer noch mit Auflagen im Freien aufhalten, während in anderen Ländern strengere Ausgangssperre galten und gelten.

Ich möchte zum Schluss noch ein paar positive Worte loswerden. Danke an alle Einzelhandelskaufleute, Ärzte, Krankenpfleger, Altenpfleger und viele andere mehr! Ich wünsche mir ganz besonders für diese Berufe, dass sie nicht nur zu Coronazeiten wertgeschätzt werden, sondern auch danach! Schon vor dem Virus haben diese Menschen mehr Wertschätzung für ihren Job verdient! Danke an alle, die die vorgeschriebenen Maßnahmen einhalten. Danke auch an Familien, die ihren Kindern geduldig beibringen, wie sie sich richtig verhalten sollen. Mein Dank gilt auch den Verantwortlichen in der Politik (Kommune, Kreis, Land und Bund), die im Augenblick keinen einfachen Job haben und unbeliebte Entscheidungen treffen müssen. Viele Leute sind momentan gereizt und eher negativ eingestellt. Versuchen Sie doch einmal die positiven Dinge zu sehen. Denn, glauben sie mir, die Zeiten werden auch wieder besser und gemeinsam meistern wir diese Krise.

Ich weiß, dass einige Menschen nicht meiner Meinung sein werden und die Maßnahmen und Einschränkungen kritisch sehen. Ich möchte mit diesem Artikel lediglich meine Sicht der Dinge schildern. Ich möchte auch mit meinem Beitrag den Wunsch nach Rücksicht, Zusammenhalt und Menschlichkeit ausdrücken. Und das ist sicher nicht nur mein Wunsch, sondern auch der von anderen Leuten in Pulheim und Deutschland.

Herzliche Grüße und bleiben Sie weiterhin alle gesund!

Sandra Fiedler

Autor:

Sandra Fiedler aus Pulheim

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