Ein Lehrer der Marion-Dönhoff-Realschule Pulheim berichtet aus seinem Berufsalltag
Ein Interview mit meinem ehemaligen Lehrer Patrick Till

Herr Till und ich beim Ehemaligentreffen der Marion-Dönhoff-Realschule. Das Foto entstand vor Corona
  • Herr Till und ich beim Ehemaligentreffen der Marion-Dönhoff-Realschule. Das Foto entstand vor Corona
  • Foto: Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Patrick Till
  • hochgeladen von Sandra Fiedler

Im Rahmen meiner Ausbildung zur Erzieherin erhielt ich den Arbeitsauftrag, ein Interview mit jemanden zu führen, der eine Ansprechpartnerin oder ein Ansprechpartner im Bereich Bewegung mit Kindern und/oder Jugendlichen ist. Dabei fiel mir sofort mein ehemaliger Sport- und Englischlehrer Herr Till ein. Patrick Till ist Lehrer an der Marion-Dönhoff-Realschule in Pulheim, an der ich im Jahr 2017 meinen Abschluss absolvierte. Bei ihm hat mir der Unterricht immer Spaß gemacht und ich wollte gerne wissen, wie er über Sport und Bewegung, aber auch den Umgang mit dem Sportunterricht in Zeiten von Corona denkt. Es folgt ein Auszug aus dem Interview.
(Veröffentlichung der Antworten und des Fotos mit freundlicher Genehmigung von Herrn Till, das Foto entstand vor den Zeiten von Corona)
:

Was hat Sie dazu motiviert Sportlehrer zu werden?
„Ich wollte eigentlich schon immer Lehrer werden. Zwischendurch gab es zwar dann auch andere Überlegungen was ich beruflich machen könnte, z. B. hatte ich überlegt Förster zu werden, weil ich bei den Pfadfindern war oder aber auch Arzt, da ich eine Zeit lang im Rettungsdienst tätig war. Ich habe dann aber in erster Linie darüber nachgedacht, was mir besonders Spaß macht. Und das sind für mich die Fächer Englisch und Sport und so kam es dazu, dass ich Englisch- und Sportlehrer wurde.“

Wie erleben Sie den Sportunterricht in Zeiten von Corona?
„Nach dem Corona-Lockdown gab es erstmal gar keinen Sportunterricht. Es wurden hauptsächlich die Hauptfächer unterrichtet. Jetzt dürfen wir wieder Sportunterricht geben, allerdings nur draußen. Momentan nehme ich mit meinen Klassen das Thema „Laufen“ durch. Ich habe zwei 10er Klassen und eine 8er Klasse. Bis zu den Herbstferien waren wir dann insgesamt 8-mal laufen, was auch ganz gut passt, da es u. a eine Themenvorgabe in der 8. und 10. Klasse ist. Bald werden wir aber auch draußen an der Kletterwand gemeinsam Sportunterricht machen.“

Welche sportlichen Aktivitäten machen Ihnen als Sportlehrer mit den Schülern am meisten Spaß?
„Mir macht es am meisten Spaß, wenn meine Schülerinnen und Schüler mitmachen. Wenn sie bereit sind sich anzustrengen und sich auf das Thema einzulassen. Denn auch wenn einem ein Thema nicht gefällt, kann man etwas voneinander lernen. Ich finde es schön, wenn ein „Flow-Gefühl“ entsteht. Einfach, wenn man miteinander Spaß hat und der Sport und das Erleben im Mittelpunkt steht, und nicht die Schule.“

Welche Ziele verfolgen Sie in Hinsicht auf Bewegungspädagogik?
„Zum einen ist es die Schülerinnen und Schüler zu animieren sich zu bewegen. Dass jede/jeder mit Freude dabei ist und dass man neue Bewegungserlebnisse ermöglichen kann. Besonders wichtig finde ich, dass man nicht nur seine Leistung, sondern die eigene sportliche Entwicklung im Vordergrund sieht. Ich möchte meine Schülerinnen und Schüler für lebenslangen Sport motivieren.“

Welche Stolpersteine und Schwierigkeiten haben Sie bei Ihrer Tätigkeit?
„Zum einen sind das strukturelle Dinge, wie z.B. die Hallenausstattung. Oft wird hier zu wenig investiert und die Hallen und Geräte sind nicht gerade in bestem Zustand. Zum anderen sind es aber auch die Schülerinnen und Schüler. Ich habe Supersportlerinnen und Supersportler, aber auch alles Mögliche in die andere Richtung. Manchmal fehlt dann die Atmosphäre, Motivation und Anstrengungsbereitschaft.“

Wie wichtig ist der Sport für Sie persönlich im Leben?
„Sehr wichtig, sonst wäre ich schließlich kein Sportlehrer geworden. Ich war immer jemand, der sich gerne bewegt hat. Die Bewegung hält mich fit und gesund. Gerade als Lehrer ist es auch schön beim Sport mal abzuschalten und einfach Spaß zu haben.“

Wie würden Sie folgenden Satz ergänzen? Sport und Bewegung sind…
„Sport und Bewegung sind absolut zum Leben dazugehörend. Ich wünsche jedem, dass er auf seinem Leistungsniveau die Empfindung hat, das Sport gut tut.“

Ich möchte mich nochmal ganz herzlich bei Herrn Till für das Interview und die Zeit, die er sich genommen hat, bedanken. In seinem weiteren Berufs-, Privat- und Sportleben wünsche ich ihm weiterhin viel Erfolg und alles Gute.

Herzliche Grüße

Sandra Fiedler

Autor:

Sandra Fiedler aus Pulheim

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