Hoffnung spenden an Pulheimer Senioren und Kinder
Wie man in den Zeiten des Coronavirus in Pulheim helfen kann

Regenbögen sollen Hoffnung spenden in den Zeiten von Corona
  • Regenbögen sollen Hoffnung spenden in den Zeiten von Corona
  • Foto: Sandra Fiedler
  • hochgeladen von Sandra Fiedler

Als ich zum ersten Mal vom Coronavirus hörte, fühlte er sich weit weg und irgendwie unwirklich an. Mittlerweile finde ich es erschreckend, wie weit er sich schon verbreitet hat. Inzwischen ist er auch im Rhein-Erft-Kreis und in meiner Heimatstadt Pulheim angekommen.

Momentan habe ich von der Schule aus bis nach den Osterferien frei. Während der gesamten Zeit, in der wir Schule gehabt hätten, werden wir über ein Lernportal mit ausreichend Arbeitsaufträgen versorgt und können unsere Lehrer über Teamspeak oder Mail erreichen. Es ist eine Krise, die auch die Lehrer zum ersten Mal meistern müssen. Denn 3 Wochen Schulausfall wegen eines Virus gab es noch nie. Seitdem immer mehr Maßnahmen aufgrund des Coronavirus getroffen wurden, habe ich meine sozialen Kontakte natürlich eingeschränkt. Denn auch meine Freunde haben Eltern oder Großeltern, für die der Virus sehr gefährlich sein kann, aufgrund von Vorerkrankungen und fortgeschrittenen Alters.
Mich macht es auch sehr traurig, wenn ich bedenke, dass einige meiner Freunde möglicherweise keinen Abiball oder keinen Realschulabschluss feiern können. Aber Gesundheit geht immer vor und ist das Allerwichtigste im Leben.

Viele Menschen wissen nicht, was sie in dieser besonderen Zeit wirklich Sinnvolles tun sollen. Die Situation ist ungewohnt, doch das geht allen so. Ob Jung oder Alt, ob Schüler, Arbeiter, Angestellter, Prominenter oder Politiker. Wir sind alle gleichermaßen betroffen. Etwas Positives, das man der aktuellen Lage abgewinnen kann ist, dass schon viele schöne Aktionen entstanden sind, die sich Stück für Stück weiterverbreiten, auch in Pulheim.

Betroffene sind u. a. die Kinder. Sie können nicht draußen mit ihren Freunden spielen, nicht in die Kita/Schule, können keinen Kontakt mehr zu ihren Großeltern pflegen oder zu anderen Verwandten. Dass sie möglichst zuhause bleiben müssen, ist für sie nicht immer einfach. Dadurch hat sich ein Trend in Italien und Spanien durchgesetzt, der nun auch in Deutschland bzw. in Pulheim vertreten ist:
Einen Regenbogen malen!

Das bunte Kunstwerk wird dann an einen gut sichtbaren Ort, z. B. Fenster oder Haustür gehangen. Die Regenbögen spenden Hoffnung und (soweit es geht) gute Laune. Sie sollen anderen Kindern zeigen, dass nicht nur sie, sondern auch woanders Kinder in der Corona-Zeit zuhause bleiben müssen. Im Moment sind viele Kinder dabei, Regenbogenbilder zu malen und diese aufzuhängen. Auch in Pulheim, sieht man sie schon. Überall tauchen die bunten Hoffnungsspender auf, um uns zu sagen „Wir bleiben daheim.“, „Es gibt Hoffnung!“, „Alles wird gut!“ und „Gemeinsam schaffen wir das!“.
Eine Vorlage zum Download eines Regenbogens, finden Sie z. B. hier: Ausmalbild Regenbogen

Eine Risikogruppe, welche es momentan sehr schwer hat, sind die Senioren. Enger und direkter Kontakt zur Familie sollte vermieden werden und hinausgehen sollten sie möglichst nicht. Einkäufe im Supermarkt sollten möglichst vermieden werden, um ein Erkrankungsrisiko zu verringern. Daher bieten schon viele Initiativen Einkaufshilfen für Betroffene an, die z. B. keine Unterstützung durch Angehörige haben.

Besonders traurig ist es für die Menschen im Seniorenheim, die nun keinen Besuch mehr von den Menschen, die sie lieben, bekommen dürfen. Darum gibt es momentan Aufrufe von Seniorenheimen in Pulheim (u. a. vom Seniorenzentrum St. Nikolaus in Brauweiler und vom Seniorenzentrum Steinstraße in Pulheim), die darum bitten Bilder, Zeichnungen oder Briefe an ihre Bewohnerinnen und Bewohner zu schicken, um so Senioren eine Freude zu spenden und sich selbst sinnvoll zu beschäftigen. Aufgerufen werden auch dazu Kinder, jedoch können natürlich ebenso Erwachsene kreativ werden. Es gibt so viele Möglichkeiten, wie man den alten Leuten ein Stück Glück und Hoffnung geben kann. Sei es mit einem Gedicht, einer Geschichte, einem selbstgebastelten Lesezeichen, Armband o. ä., einem Bild oder einem Ostergruß in Form einer Karte. Jeder gute Gedanke zählt, verbindet und spendet Hoffnung. Aufgrund der aktuellen Situation kann man die Senioren zwar nicht sehen, aber man kann sich sicher sein, dass sie mit großer Freude die erhaltenen Geschenke empfangen und nutzen werden. Und das gibt dann auch dem Absender ein gutes Gefühl, dass in dieser Zeit Trost und Zuversicht gibt.

Auch ich werde meinen Teil beitragen. Ich konnte leider aufgrund des Coronavirus bisher nicht den von mir ihm Rahmen der „Wunschbaumaktion“ des Autohauses Badziong ausgesuchten Wunsch erfüllen. Darum werde ich nun an „meine Seniorin“ im „Caritas Seniorenzentrum Steinstraße“ in Pulheim etwas schicken, um ihr das Gefühl zu geben, dass ich sie nicht vergessen habe und ihr so hoffentlich eine kleine Freude bereiten. Auch an das Seniorenzentrum „St. Nikolaus“ werde ich etwas Nettes schicken, um den alten Menschen dort einen positiven Gruß zukommen zu lassen.

Darum bitte ich Sie, unterstützen Sie in Ihrem Umfeld im Rahmen Ihrer Möglichkeiten! Helfen Sie Angehörigen, Nachbarn und Bekannten der Risikogruppen bei Einkäufen, Hundegassirunden, usw. Unterstützen Sie Senioren und Kinder – schenken Sie Freude, indem sie die oben genannten Aktionen (oder auch andere Aktionen) durch Ihre Teilhabe bereichern und mitgestalten. Zusammenhalt und Miteinander helfen dabei das Coronavirus zu besiegen und wieder so schnell wie möglich in einen normalen Alltag zurückzufinden.

Herzliche Grüße und viel Gesundheit an Sie und alle Ihre Lieben.

Sandra Fiedler

Autor:

Sandra Fiedler aus Pulheim

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