Buchvorstellung
Ein Diplomat in Uniform

Oberst a.D. Klaus Geerdts bei der Lesung.
  • Oberst a.D. Klaus Geerdts bei der Lesung.
  • Foto: H.U.
  • hochgeladen von H.-J. Unger

Der Regionalbeauftragte des Deutschen Bundeswehrverband Oberstleutnant a.D. Hans-Joachim Unger freute sich bei der Februarveranstaltung den Buchautor und ersten Militärattaché Deutschlands in Saudi-Arabien, zuständig auch für Bahrain, Katar, Oman, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Nordjemen Oberst a.D. Klaus Geerdts zu begrüßen.
Regelmäßig treffen sich die Mitglieder und Gäste der Orte Rheinbach, Meckenheim, Swisttal und Wachtberg um interessante Themen zu diskutieren und die Kameradschaft zu pflegen. Bei der sehr gut besuchten Veranstaltung im Februar stellte Oberst a.D. Geerdts sein Buch „Diplomat in Uniform“ vor. Das abwechslungsreiche Leben des Autors, der insgesamt elf Jahre im Ausland die Interessen Deutschlands vertrat, beschreibt er in seinem interessant zu lesendem Buch. Geerdts arbeitete im Generalsekretariat der NATO. Er berichtete von den persönlichen Erfahrungen mit seiner Assistentin Ursel Lorenz, die sich als Top-Spionin entpuppte. Sie floh 1979, kurz vor ihrer Enttarnung., nach Ostberlin, dort hoch geehrt, um dann vor der Wiedervereinigung nach Libyen zu wechseln. Ihre Spuren verloren sich im Sand der Wüste.
Ein wesentlicher Teil seines Vortrages handelte über die, fast unbekannte Hilfe der Deutschen Botschaft bei der Flucht von DDR-Bürgern aus Algerien über Tunesien in die Bundesrepublik. Über 100 Personen schafften es auf diesen Weg in die Freiheit.

Weiterhin berichtete er aus seiner Zeit (1986-91) in Saudi-Arabien. Geerdts schilderte die in diesen Jahren für die Gastnation schwer verständliche deutsche Rüstungspolitik. Zunächst wurden Lieferungen von Militärgerät in Aussicht gestellt, dann jedoch ohne Nennung von Gründen wieder versagt. „Ich wurde hier als Vertreter einer wortbrüchigen Regierung begrüßt und nach 5 Jahren auch so verabschiedet“. Hier zeigte sich das diplomatische Geschick von Oberst a. D. Geerdts, der trotzdem eine hervorragende Beziehung zum saudischen Königshaus pflegen konnte.

Da im Zuhörerkreis viele Frauen saßen, erzählte er auch vom Leben seiner Familie in der saudischen Umgebung. Allein die Tatsache, dass Frauen kein Auto fahren durften stellte die Familie vor tägliche Herausforderungen.

Da viele der Zuhörer auch Jahre im Ausland oder selbst im militärdiplomatischen Dienst waren, endete die Veranstaltung mit einem regen Gedankenaustausch.
Nächste Veranstaltung:
Am Ende der Veranstaltung wies Oberstleutnant a.D. Hans-Joachim auf die nächste Veranstaltung am 18. März hin. Hier konnte der Cyberfachmann Oberst a.D. Otto Jarosch gewonnen werden, der zum Thema Hybride Kriegsführung am Beispiel der Krim- und Ukraine Krise vortragen wird.

Autor:

H.-J. Unger aus Swisttal

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