Schwungvolles Neujahrskonzert im Wesselinger Rheinforum
Die Damenband Cherry On The Cake begeisterte 120 Zuschauer

Zur Pause präsentierten die sechs Damen von Cherry On The Cake ein Karnevalspotpourri als Illustration des guten Vorsatzes zum neuen Jahr "nicht traurig sein".
  • Zur Pause präsentierten die sechs Damen von Cherry On The Cake ein Karnevalspotpourri als Illustration des guten Vorsatzes zum neuen Jahr "nicht traurig sein".
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Wesseling. Sechs Damen an den Instrumenten Saxophon, Klarinette, Klavier, Akkordeon, Schlagzeug und Tuba eröffneten beim Neujahrskonzert im Wesselinger Rheinforum schwungvoll musikalisch das neue Jahr. Die passgenauen Arrangements lassen die Solistinnen gut zur Geltung kommen: Milena Bergemann spielt mit der Klarinette virtuos die "erste Geige" - in Wesseling wurde sie bravourös von Melanie Werner vertreten, Greta Schaller ist mit 1,86 die "größte Saxofonistin der Welt". Carola Beukenbusch spielt ihre 11,5 Kilogramm schwere Tuba mit unglaublicher Leichtigkeit: ob Walking-Bass oder melodische Soli, Ruthilde Holzenkamp kann mit ihren chromatischen Knopfakkordeon nicht nur Chanson oder Tango. Die Pianistin Julia Vaisberg hat stets einen souveränen Überblick über die gesamte Band und - last not least - "das Küken" Laura Holzwarth sorgt mit strahlendem Lachen zwischen Trommeln und Becken für den richtigen Groove!

Im ersten Programmteil traten die sechs "Kirschen" in 1920-er Jahre Kleidern mit Petticoats auf. Da erklang z.B. ein Charleston von 1926 und der Schlager "Ich steht mit Ruth gut" von 1927, aber auch der "Second Waltz" aus der Jazz-Suite von Schostakowitsch und eine fröhliche Version des russishen Liedes "Schwarze Augen". Etwas melancholisch kam der Hit "Für mein Herz ist immer Mai" von Vico Torriani nach dem Big-Band-Song "I Know Why" von Glenn Miller rüber. Die Band hat bei ihren Auftritten immer Frühling, weil sie in der Bühneneko einen leuchtenden "blühenden Kirschbaum" dabei haben. Laura Holzwarth, Carola Beukenbusch und Laura Holzwarth teilten sich dabei die Moderation und stellten zu jedem Titel einen Bezug zu guten Neujahrs-Vorsätzen her. Den Abschluss bildete ein Karnevalsschlager-Medley nach dem Motto "nicht traurig sein" - und die Damen verkleideten sich mit Masken, Kopfschmuck oder Perücken.

Der zweite Programmteil war etwas konzertanter, außerdem hatten die Musikerinnen Stücke ausgewählt, in denen jeweils eine von ihnen als Solistin brillieren konnte. Es begann mit zwei Kompositionen von Astor Piazzolla: die weniger bekannte lyrische Musik "Anos de Soledad" mit einem einfühlsamen Solo von Greta Schaller am Saxophon, und der wohl bekannteste Tango nuevo "Libertango", bei dem Ruthilde Holzenkamp auf dem Akkordeon nicht nur auf der Diskant-, sondern auch mit Melodiebässen glänzte. Die Anmoderation des "Csardas" von Monti, eigentlich ein Violinensolo, übernahm Carola Beukenbusch - und sie spielte dann auch den Solo-Part mit dem "der Geige wohl am nächsten liegenden Instrument der Band", der Tuba! Julia Vaisberg verglich sich mit George Gershwins vor seinem Musical-Song "I Got Rhythm": beide kommen aus St. Petersburg, beide Eltern haben ihrem Kind eine Pianistenkarriere gewünscht und "Gershwin spielte in der Carnegie Hall, und ich bei Ihnen im Rheinforum." Laura Holzwarth prüfte dann mit dem Ansingen von Schlagern der Comedian Harmonists die Textsicherheit des Publikums - und es klappte gut bei "Mein kleiner grüner Kaktus", Veronika, der Lenz ist da", "Ein Freund, ein guter Freund". Nach weltbekannten und unsterblichen Nummern wie "Bei mir bist du schön" der Andrew Sisters von 1942 und "Lollipop" der Chordettes von 1958 sowie "Sing Sing Sing" von 1936, die Benny Goodman populär gemacht hat, endete das Konzert mit frenetischem Applaus der 120 Zuschauer.

Als Dank gab es den "Radetzky-Marsch" von Johann Strauß Vater, der Klassiker jeden Neujahrskonzertes der Wiener Philharmoniker mit einem Ruf "Prosit Neujahr" ins Publikum - und - last not least - den italienischen Pop-Hit "Quando Quando" von 1962, den Michael Buble wieder neu aufgelegt hat. Die Gäste machten sich in guter Stimmung auf den Nachhauseweg und in das neue Jahr 2020 auf.

Autor:

Anita Brandtstäter aus Köln

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