Ahoi und Leinen los in Richtung Sylt:
Der Reisebericht zur Konzertreise 2018

Die Reisegruppe vor dem Dorfhotel Sylt bestehend aus aktiven Quartettverein Sängern, Partnern, Fördermitgliedern, Fans und Groupies hatte viel Spaß auf der Insel Sylt.
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  • Die Reisegruppe vor dem Dorfhotel Sylt bestehend aus aktiven Quartettverein Sängern, Partnern, Fördermitgliedern, Fans und Groupies hatte viel Spaß auf der Insel Sylt.
  • Foto: Bastian Schlößer
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Bedburg-Königshoven / Sylt.  (bs)  Am frühen Freitagmorgen, um 5:00 Uhr, hörte man rund um das Probenlokal Hotel „Zum Casino“ Maaßen die Hartgummirollen der Reisetrolleys über den Asphalt der Straßen rollen. Die etwa 70-köpfige Reisegruppe bestehend aus Quartettverein-Sängern, Partnern, Fördermitgliedern, Fans und Groupies sammelte sich zum Einschiffen vor dem „Heimathafen“. Zur großen Freude am frühen Morgen trauten einige ihren Augen nicht wirklich, als der Doppeldeckerbus der Firma BIRGELS Reisen aus Meerbusch vorfuhr. Exakt derselbe Bus, mit dem wir 2015 bereits auf großer Jubiläumskonzertreise in die Bundeshauptstadt Berlin unterwegs waren. – Aber es sollte noch besser kommen. Nach dem Verladen des Gepäcks ging es los in den Tag, immer in Richtung Norden bis die Überraschung auf dem Rastplatz Münster perfekt sein sollte: Dort gab es den ersten Fahrerwechsel und wir konnten Stefan Faustmann, unseren „Berlin-Jubiläums-Busfahrer“ an Bord des luxuriösen Reisebusses zur Begeisterung aller Mitreisenden begrüßen. Viele, die uns auch schon mit nach Berlin begleitet hatten, konnten sich sofort an Stefan erinnern. Somit hatten wir mit Stefan nicht nur unseren „Lieblings-Chauffeur“, sondern auch ein weiteres Mitglied unserer Reisegruppe an Bord.

Mit einigen Zwischenstopps ging es immer weiter in Richtung Norden, bis das nächste Abenteuer auf die Reisegruppe wartetet: Der Sylt-Shuttle (Autozug) der Deutschen Bahn. Selbst das Personal der Deutschen Bahn war völlig erstaunt, dass wir anscheinend einen äußerst günstigen Zeitpunkt abgepasst hatten. Trotz Herbstferien in einigen Bundesländern sowie die Anreise am Freitag, der gewöhnlich einen beliebten Ferienwechseltag darstellt, konnten wir mit unserem Bus auf die Poleposition vorfahren.

Nach ein paar Minuten Wartezeit konnte das Abenteuer „Sylt“ fortgesetzt werden und die Insel war zum Greifen nah. Gekonnt manövrierte Stefan unseren Doppeldeckerbus auf das Zugabteil des Sylt-Shuttle – nachdem alle Fahrzeuge verladen waren, konnte die sanfte Überfahrt über den Hindenburgdamm beginnen. Und schon bald hieß es „Herzlich willkommen und Moin auf Sylt!“. Angekommen im Rantumer Dorfhotel Sylt begrüßt uns das Servicepersonal äußerst charmant mit einem Sylt typischen „Moin!“ und verteilte die Zimmerschlüssel. Mit großzügigen, modernen und sauberen Zimmern in der Dorfhotelanlage hatte es die rheinische Reisegruppe ausgezeichnet angetroffen. Das machte eindeutig Lust auf mehr!

Der Abend wartete mit einem weiteren Highlight des Tages auf: Gemeinsam fuhr die Reisegruppe zur „Osteria S52 Seaside“, das mit einem tollen maritimen Ambiente auf den Quartettverein samt Fananhang bereits vorbereitet war. Eine große Auswahl an Speisen, die in üppigen Portionen frisch serviert wurden sowie ein humorvolles Service-Team sorgten schnell für gute Stimmung. Somit klang der Abend nach einem langen Tag für alle bei bester Laune und mit vollen Bäuchen aus. Da kamen die hervorragenden Betten im Sylter Dorfhotel für die Nacht genau richtig, um die leeren Akkus neu aufzutanken.

Mit dem Sonnenaufgang auf Sylt startete die Reisegruppe bei einem vielfältigen Frühstück im Dorfhotel in den Samstag, 20. Oktober 2018. Da war für jeden Frühstücksliebhaber etwas dabei: Egal ob süß, herzhaft oder würzig – ein Traum, so in den Tag starten zu können! – Dieses konnte nur noch um 9:00 Uhr durch die Chorprobe für die aktiven Sänger mit Chorleiterin Daniela Bosenius übertroffen werden.

Ab dem späten Vormittag stand dann die Erkundung der Insel mit einer Rundfahrt auf dem Programm, die bestens von unserem Sangesbruder Sylt-Kenner Thomas Auth geplant und organisiert wurde. Thomas als „Einheimischer“ wusste einige sehr interessante Dinge über die Insel zu berichten. So konnte er auch die ein oder andere Anekdote über die 70er Jahre in Kampen berichten oder kannte sich bestens um die Badevorlieben der Gäste am Sylter Strand zu diesem Zeitpunkt aus. So existiert der „Mythos Sylt“ noch heute – getreu dem Motto: Sehen und gesehen werden ist es eben schon längst Kult, Urlaub auf der Insel zu machen oder gar eine schnieke reetgedeckte Friesenvilla zu horrenden Preisen auf Kampen sein Eigentum zu nennen. Klar, dass der camouflage-pink folierte Ferrari auf der Einfahrt nicht fehlen darf. Die Reisegruppe sog diese Insiderinfomationen regelrecht auf und freute sich so, Einblicke in die echten Inselgeschichten zu erlangen.

Am Samstagabend war es dann endlich so weit: Der Königshovener Quartettverein durfte die Hl. Messe in St. Christophorus zu Westerland musikalisch mitgestalten. Die vollbesetzte Kirche freute sich sichtlich über die musikalische Abwechslung aus dem Rheinland. Mit der anschließenden Soirée hinterließ der Königshovener MGV seine musikalische Visitenkarte aus dem Rheinland. Zur vollen Begeisterung von Pastor Noel-Hendrik Klentze, der sich beim Lied „Lebe, Liebe, Lache“ mit in die Reihen der Sänger gesellte und mitgesungen hat. Zur Überraschung aller Beteiligten waren sogar rheinische Nachbarn in die Kirche gekommen, nachdem sie in der Sylter Rundschau und auf Facebook vom Konzert des MGV Quartettverein gelesen hatten: „Mir hat es sehr gut gefallen und ich freue mich, diese Gelegenheit geboten bekommen zu haben!“, freute sich Konstanze Kordt, die mit ihrer Freundin gerade ihren Urlaub auf der Insel verbrachte und natürlich zum Konzert des Königshovener MGV nach Westerland musste. Als Dankeschön für die tolle Organisation und Auftrittsmöglichkeit überreichte der Quartettverein ein Chorfoto mit Widmung für die katholische Kirchengemeinde St. Christophorus auf einer großen Leinwand, das als Unikat extra angefertigt wurde. Besonderer Dank gilt Frau Erika Redlin vom Kirchengemeinderat sowie Herrn Pastor Klentze für diese schönen Stunden in St. Chrisophorus.

Der gemeinsame Abend klang danach in der „alten Bootshalle“ – GOSCH Sylt – im Lister Hafen aus. Das fischmarktähnliche Flair scheint wohl den besonderen Reiz auszumachen, der viele Besucher in diese Lokalität lockt. „Das muss man ja auch mal miterlebt haben!“, fanden einige Mitreisenden, bevor danach die Nacht im Sylter Dorfhotel begann.

Der Sonntagmorgen, 21. Oktober 2018, sollte früh beginnen, da auf die musikalischen Herren samt Chorleiterin der nächste Aufritt in der evangelischen Kirche St. Martin zu Morsum wartete. Nach dem Einsingen im „Martinshuus“ applaudierten die Kirchenbesucher selbst während der Messe in der typisch norddeutschen Kirche. Die Sylt-Liebhaber Hannelore und Gerd Müller aus Kerpen hatten es sogar rechtzeitig geschafft, den Quartettverein im Publikum zu unterstützen. „Beim ‚Heilig, Heilig‘ hatte ich Gänsehaut!“, verriet uns im Nachgang Hannelore Müller. Auch Familie Jung aus Kerpen, die auf Sylt ihren Urlaub verbrachte, war von den musikalischen Darbietungen des Chores angetan.

Der restliche Tag stand zur freien Verfügung in Westerland. So kamen nicht nur die weiblichen Mitreisenden bei der großen Auswahl an Geschäften auf der Westerländer Shoppingmeile auf ihre Kosten.
Im Restaurant „Zur Eiche“ klang der gemeinsame Abend aus.

Nach dem gemeinsamen Frühstück und der Chorprobe zum musikalischen Start in den Montag, 22. Oktober 2018, für die Herren, wartete das nächste Highlight im Reiseprogramm: Mit dem Bus ging es zum Hörnumer Hafen, wo wir bereits durch Willi begrüßt wurden. Die Kegelrobbe ist Stammgast im Hafenbecken von Hörnum und lässt sich bequemerweise immer wieder gerne von Touristen mit frischem Fisch füttern. Warum selbst Fisch fangen, wenn er auch die „McDrive Variante“ haben kann?

Mit der „MS Adler Express“ ging es bei schönstem Sonnenschein zum Tagesausflug auf die Nachbarinsel Amrum, wo der Tag bis zur Abfahrt am Nachmittag zur freien Verfügung stand. Besonders beeindruckend war die Vegetation, bestehend aus typischer Dünenlandschaft und dichten Mischwäldern mit Kiefern und anderen Nadelgehölzen. Ein ausgedehnter Spaziergang zum Leuchtturm von Anrum oder eine Inselrundfahrt mit der Bimmelbahn sorgten für einen kurzweiligen Inselausflug, zumal das Wetter nicht hätte besser sein können. Genau dieses sollte beim Übersetzen zurück auf die Insel Sylt für ein ganz besondere Abenteuer sorgen: Noch vor dem Einsteigen auf die MS Adler Express verwies der Captain daraus, dass es „jetzt ein bisschen ruppiger wird!“ und alle Gäste, die nicht ganz so Seefest seien, am besten unten im Schiff ihre Plätze einnehmen. Leinen los und mit Volldampf voraus zurück in Richtung Sylt, durch die aufgepeitschte Nordsee mit Windstärke 9 bft – in Böen durchaus mehr. Da wurden schnell Erinnerungen an die Heimat wach – Phantasialand Brühl ließ grüßen! Zur Sicherheit hatte die Crew bereits im Vorfeld alle Prospektständer und Material, was hätte umkippen können, auf dem Boden fest verzurrt. Selbst das Verteilen von Spucktüten fand reißenden Absatz, allerdings ist es glücklicherweise nicht zum Äußersten gekommen. Somit wird diese Überfahrt aber garantiert noch für viele in langer Erinnerung bleiben.

Der Abschlussabend ließ im Restaurant „Alte Schule“ auf sich warten, bis alle froh waren, wieder in den Betten liegen zu können, bevor am Dienstag die Abreise auf dem Reiseprogramm stand.

Der Dienstag, 23. Oktober 2018 - Tag des Abschieds, war gekommen – nach dem gemeinsamen Frühstück und einem großen Dankeschön an das gesamte Team des Dorfhotels Sylt, stand die Gepäckverladung auf dem Programm. Da der Sturm sich bereits in der Nacht in eine Orkanwarnung mit Sturmflut bei Windstärke 12 bft. entwickelt hatte, war unser Busfahrer Stefan bestens gerüstet, um das Gewicht des Gepäcks auf der gesamten Hinterachse zu verteilen. Glücklicherweise konnten wir pünktlich um 11:50 Uhr in Richtung Heimat aufbrechen, um so noch den aller letzten Sylt-Shuttle zu bekommen. Noch auf dem Hindenburgdamm meldete der lokale Radiosender, das auf Grund des starken Sturms keine windanfälligen Fahrzeuge wie Reisebusse, LKWs, Wohnmobile etc. mehr transportiert wurden. Dem norddeutschen Hauch trotzend, saß Stefan sicher am Ruder unseres Reisebusses und manövrierte uns aus dem Sturmflutgebiet. – Wie die Norddeutschen sagen: „Sturm ist erst dann, wenn die Schafe keine Locken mehr haben!“

Durch ein erhöhtes Verkehrsaufkommen auf der A7 sollte der Reisegruppe noch ein besonderes Schmankerl nicht verwehrt bleiben: Stefan als Hamburgkenner entschied sich spontan für eine Stadtrundfahrt durch die Hansestadt und wusste so über die bedeutsamsten Sehenswürdigkeiten zu berichten. Selbst der Fischmarkt hatte an diesem Tag schon nasse Füße und im Hamburger Lokalradio wurde empfohlen, parkende Autos aus diesem Bereich schnellstmöglich weg zu setzen.

Gegen 23:30 Uhr liefen die Sylt-Ausflügler im Königshovener Heimathafen ein und wussten von so manchen legendären Erlebnissen auf der Insel zu berichten. Alle Mitreisenden hatten sehr viel Spaß und waren durch das ausgeklügelte Reiseprogramm begeistert. Dazu war uns auch noch der Wettergott gut gesonnen und verwöhnte uns mit Oktobersonne, wie es nicht besser hätte passen können.

Mehr Infos, Fotos & Videos: www.quartettverein-koenigshoven.de

Autor:

Bastian Schlößer aus Bedburg

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