Spaziergänge im Feld
Der Frust der Bauern

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Stellen Sie sich mal vor, Sie haben Beete frisch angelegt und dann kommen jeden Tage viele Menschen dort vorbei, laufen mitten durch, lassen ihre Hunde drüber toben. Abends wollen Sie die Beete wässern, aber sie kommen nicht dran, weil irgend jemand so nah geparkt hat, dass sie nicht zu Ihrem Beet kommen. Am Ende des Gartens haben Sie eine Ecke für Bienen uns Insekten angelegt, aber diese wird von vielen Spaziergängern als Abkürzung genutzt.



Und das alles nicht einmal. Sondern täglich. Jeden Tag. Mehrmals am Tag. Nicht ein Hund sondern über Tag ganz viele. Nicht ein Spaziergänger sondern über Tag ganz viele. Nicht einmal am Tag wird Ihr Beet zugeparkt sondern mehrmals am Tag von ganz vielen.

Ihr Unmut würde sich zu Wut wandeln, in den sozialen Medien würden seitenweise Diskussionen geführt und alle würden sich über diese rücksichtslosen Menschen aufregen. 



Wer sind diese Menschen?

Diese Menschen sind wir. Vielleicht nicht jeder Leser hier, aber bestimmt Einige. Ja in der Regel bleiben die Hunde auf den Feldwegen, aber doch nicht immer. Ja in der Regel bleiben die Menschen auf den Feldwegen, aber doch nicht immer. Ja in der Regel parken sie nicht in den Feldwegen, aber doch nicht immer.

Es sind am Ende doch sehr viel mehr, als der Natur gut tut, wie ich aus dem Gespräch mit einem wirklich sehr sehr nettem Bauern erfahren konnte. 



Jeder macht Fehler

Auch ich. Ich gehöre zu denen wo Hund auf dem Weg bleiben muss, aber eben auch nicht immer. Gestern waren wir an der Leine Gassi, an einem abgeernteten Feld durften sie rennen. Vertieft in unser Gespräch gingen wir weiter und natürlich rannten unsere Hunde auch noch über das Nachbarfeld.

Der Bauer kam den Weg hochgefahren, wir leinten die Hunde wieder an um ihn an der Fahrt nicht zu behindern, aber er hielt an und wollte wissen, warum wir die Hunde durch den jungen Raps haben laufen lassen. 

Die Bauern sind wütend

Obwohl er wirklich wütend war, blieb er sehr freundlich, was ich ihm hoch anrechne. Denn dadurch kamen wir in ein sehr gutes Gespräch. 

Es ist nicht schlimm, wenn mal ein Hund über ein frisch gepflanztes Feld läuft. Aber es waren ja zwei. Ist jetzt auch nicht viel, aber wenn wir das 5 Tage machen sind es 10. Und es sind nicht nur unsere sondern sie sehen jeden Tag viele Hunde, wo da so ist. Sie sind aber nicht immer da, die Schäden aber schon. Wie so oft, die Menge macht es.

Die Autos, die in den Feldwegen parken behindern eben doch. Auch wenn sie ganz am Rand stehen, damit der Traktor vorbei kann. So denkt der Autofahrer. Und die Runde dauerte ja nur eine Stunde. Aber der Bauer fährt oft kurzfristig raus um mal eben zu düngen oder zu pflügen. Und kann dann dort wo das Auto steht das Feld nicht bearbeiten. Er hat keine Stunde Zeit zu warten. Irgendwie nervig und ärgerlich.

Die Blühstreifen müssen sie anlegen und das machen sie auch gerne, aber sie machen keinen Sinn, wenn da jeder durch läuft und die Natur dort stört.

Dazu hat es sich, bedingt durch Corona, in den letzten Monaten noch gehäuft, man geht halt aktuell mehr spazieren. Und es geht ihm nicht nur um seine Felder. Sonder man hörte auch heraus, dass er die Feldbewohner schützen möchte. 

Wir sind die Gäste

Letztendlich ist es das alles Eigentum der Bauern und jeder der dort spazieren geht ist ein Gast. Und so sollten wir uns auch verhalten. 

Übrigens auf den abgeernteten Feldern ist es absolut kein Problem dort durchzulaufen. 



Die Fotos sind alle bei einem Spaziergang im Feld entstanden, auf dass wir das weiter geniessen können.

Autor:

Ingrid Blüm aus Pulheim

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